Open Umbrella

AkronymOmbrella
ProjekttitelOpen Umbrella
FörderrichtlinieOE_COM
Laufzeit01.05.2024 – 30.04.2027
Statuslaufend
AnsprechpartnerDuale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach
Erika Günther-Deimling
E-Mail: erika.guenther-deimling[ät]mosbach.dhbw.de
Förderkennzeichen01PO23005
ZielgruppeProfessorinnen und Professoren, Akademische Mitarbeitende, Lehrkräfte, Serviceeinrichtungen der Hochschule, BW Campus Community, OER Community DACH, Studierende, Gremien, Partnerunternehmen der Hochschule
ProjektschwerpunkteHochschule, Kompetenzzentrum OER, Community-Management, Community-Stärkung, Community-Events
Fördersumme459.876,56 €
KurzbeschreibungIm Rahmen des Projektes Ombrella streben die Beteiligten eine nachhaltige Verankerung von OER und OEP in der Dualen Hochschule Baden-Württemberg an. Ziel ist es, die Anzahl der Akteurinnen und Akteure an der Hochschule zu steigern, sodass eine tragfähige OER-/ OEP-Community entsteht, die einen Kulturwandel hin zu offenen Bildungspraktiken anstößt. OER und OEP sollen auf diese Weise fester Bestandteil des Selbstverständnisses der Hochschule werden und die Community vor Ort landes- und bundesweit sowie international Strahlkraft entwickeln. Die Umsetzung erfolgt über ein Communitymanagement, das in das bestehende Kompetenzzentrum OER der Hochschule integriert wird und die Koordination der Aktivitäten im Bereich OER und OEP übernimmt. Durch Communityevents unterschiedlichen Formates werden verschiedene Zielgruppen der Hochschule aktiviert und für die Themen OER und OEP sensibilisiert.

Projektlupen

Oktober 2026
„Unser OER-Kodex hat Laufen gelernt und seine ersten Schritte gemacht!“
"OER" aus Spaghettis geschrieben
CC0 https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de , via OER-Bilderwelt DHBW Mosbach https://www.flickr.com/photos/201808337@N04/

„Zwischen Institution und Individuum: Die eigene Haltung zu Offenheit mit einem OER-Kodex kommunizieren“ lautete das Thema des Rundes Tisches, zu dem Ombrella gemeinsam mit dem Projekt Co-WOERK Anfang Oktober online eingeladen hatte. Während Leitlinien und Strategien einer Hochschule viel darüber sagen, was eine Institution unter Offenheit versteht, zeigen sie seltener, wie Einzelne, Teams und Projekte ihre eigene Haltung zum Teilen von Lehr- und Lernmaterialien formulieren und nach außen tragen. Wie lässt sich die eigene Haltung zum Teilen von Wissen in Worte fassen? Um diese zentrale Frage ging es mit Blick auf offene Bildung und Bildungspraktiken beim erstmals öffentlich vorgestellten OER-Kodex.

Seit dem ersten TriebfedOERn-Barcamp im Dezember 2024 haben Sonja Philipp, Saskia Buschler und Erika Günther-Deimling aus dem Ombrella-Team gemeinsam mit Silvia Retzlaff, Nancy Walther und Matthias Söll vom Co-WOERK-Projekt gemeinsam an einem Kodex gearbeitet, der die persönliche Perspektive ins Zentrum rückt und auf bestehenden Strategien aufbaut.

Wie ist der Kodex aufgebaut?
Der vorliegende Entwurf formuliert elf Grundsätze zur Arbeit mit offenen Bildungsmaterialien, die jeweils aus drei Ebenen bestehen: Die Überschrift formuliert die Kernaussage in einer Ich- und einer Wir-Variante. Die Ich-Variante richtet sich an Einzelpersonen, die Wir-Variante an Arbeits- und Projektgruppen. Darauf folgt eine kurze Vertiefung, die die Selbstverpflichtung für die eigene oder gemeinsame OER-Praxis konkretisiert. Die Erläuterung bietet zusätzliche Hintergründe, Beispiele und Hinweise für die Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Grundsatz.

Beim Runden Tisch wurden diese elf Grundsätze den 22 Teilnehmenden vorgestellt und anschließend in Kleingruppen diskutiert. „Unser OER-Kodex hat Laufen gelernt und seine ersten Schritte gemacht!“, freut sich Saskia Buschler, Ombrella-Projektmanagerin an der Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach. „Wir haben uns über die rege Beteiligung und den vielfältigen Austausch mit einer heterogenen Gruppe aus der OER-Community aus Deutschland und Österreich gefreut. In den Kleingruppen wurden zahlreiche Ideen und Anregungen zur inhaltlichen Weiterentwicklung des Kodex und zur Gestaltung des Erarbeitungsprozesses gesammelt.“

Silvia Retzlaff, Co-WOERK Community Managerin an der Universität Rostock, ergänzt: „In der Diskussion in der Gesamtgruppe entstanden zudem bereits erste Überlegungen, wo und wie der Kodex künftig aufgegriffen und eingesetzt werden könnte. Für uns hat der Austausch gezeigt: Der Kodex stößt auf Interesse und bietet Anknüpfungspunkte für die eigene Auseinandersetzung mit Offenheit in der Bildung. Seine Entwicklung ist damit keineswegs abgeschlossen und eine endgültige, unveränderliche Form soll er auch gar nicht haben.“

In den kommenden Wochen werden die diskutierten Anregungen und Änderungsvorschläge in den OER-Kodex eingearbeitet und der Community erneut präsentiert. Die Präsentation vom 8. Oktober, der Entwurf des OER-Kodex sowie die Dokumentation der Gruppenarbeiten sind hier abgelegt. Interessierte können sich per Email an oer@mosbach.dhbw.de wenden, um die finale Version des Kodex direkt zugeschickt zu bekommen. Sie können die Kolleginnen und Kollegen bei kommenden OER-Veranstaltungen gern auch persönlich auf den Kodex ansprechen.

Neben dem Runden Tisch sind zum Jahresende bereits zwei Podcast-Folgen in Kooperation mit OERinfo geplant, in denen nicht nur der Inhalt des OER Kodex im Mittelpunkt stehen soll, sondern auch die Entstehungsgeschichte und kollaborative Zusammenarbeit zwischen den OE_COM Projekten.

September 2026
Runder Tisch zum OER-Kodex
Einladung runder Tisch zum OER Kodex
© Co-WOERK

OER-Policys und Strategien formulieren den institutionellen Anspruch, Offenheit zu fördern. Doch wie können Haltungen zu Offenheit auch in Projekten, Teams und der individuellen Praxis sichtbar und kommunizierbar werden? Im Rahmen der OE_COM-Projekte Ombrella und Co-WOERK wurden verschiedene Varianten eines OER-Kodex entwickelt, die jetzt erstmals in einem offenen Runden Tisch präsentiert werden.

„Zwischen Institution und Individuum: Die eigene Haltung zu Offenheit mit einem OER-Kodex kommunizieren“ lautet der Titel der Online-Veranstaltung, die am Donnerstag, den 8. Oktober, von 13:00 – 14:30 Uhr stattfindet. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an OER-Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Hochschulangehörige und alle Interessierten aus dem OER-Netzwerk.

„Wir – das sind die Kolleginnen und Kollegen aus dem Projekt Ombrella und wir aus Co-WOERK – sprechen bereits seit Dezember 2024 über das Thema OER-Kodex: auf dem ersten TriebfedOERn-Barcamp kam in einer Diskussion die Idee, neben bzw. ergänzend zu einer OER-Policy auch etwas zu haben, das die individuelle Perspektive auf Offenheit in den Mittelpunkt stellt. Das haben wir dann Kodex genannt und verfeinern diesen seitdem. Jetzt wird es Zeit, unsere Ideen mit der OER-Community in größerem Rahmen zu teilen“, beschreibt Silvia Retzlaff, Co-WOERK Community Managerin an der Universität Rostock, wie die Idee eines OER Kodex entstanden ist.

Saskia Buschler, Ombrella-Projektmanagerin an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach, ergänzt: „Schnell wurde beim Barcamp klar, dass nicht nur wir – das Projekt Ombrella – die Notwendigkeit eines OER-Kodex für die OER-Community sehen, sondern auch unsere begeisterten Co-WOERK Kolleginnen und Kollegen aus dem Norden sind sofort mit uns auf den Zug aufgesprungen. Seitdem jagen wir mit Volldampf einem ersten vorlegbaren Entwurf entgegen, der dank einiger Zwischenstopps und Fahrplanänderungen sich immer weiter konkretisiert. Unser Ziel: Einen Kodex vorzulegen, der OER-Erstellende mehr Sicherheit beim Erstellen von OER gibt.“

Aufbauend auf bestehenden OER-Strategien und Policys soll ein solcher Kodex Orientierung bieten, Haltungen zu Offenheit sichtbar machen und OER-Multiplikatorinnen und Multiplikatoren bei ihrer Arbeit unterstützen. Beim geplanten Runden Tisch möchten die Beteiligten den aktuellen Arbeitsstand vorstellen, Einblicke in den Entwicklungsprozess geben und gemeinsam mit den Teilnehmenden die Potenziale eines OER-Kodex für Hochschulen, Projekte und Communities diskutieren.

Zur Vorbereitung stehen hier die aktuellen Entwürfe des OER-Kodex in PDF, .docx und .odt-Format zum Download bereit. Die Unterlagen zeigen den aktuellen Arbeitsstand und sind ausdrücklich als Einladung gedacht, mitzudenken, zu kritisieren und die weitere Entwicklung mitzugestalten. Der Link zur Online-Veranstaltung ist hier zu finden.

Neben dem Online-Treffen im Oktober sind zum Jahresende bereits zwei Podcast-Folgen in Kooperation mit OERinfo geplant, in denen nicht nur der Inhalt des OER Kodex im Mittelpunkt stehen soll, sondern auch die Entstehungsgeschichte und kollaborative Zusammenarbeit zwischen den OE_COM Projekten.

Juni 2026
Wie OER in die Hochschul-Praxis kommt
Das Barcamp TriebfedOERn 3.0 in Mannheim brachte Lehre, Support, Projektarbeit und OER-Förderung zusammen

Das Barcamp TriebfedOERn 3.0 in der Jugendherberge Mannheim brachte 17 Teilnehmende zusammen, die sich zu OER, KI, offenen Wissenskulturen und didaktischen Fragen austauschten. Besonders sichtbar wurde dabei die Breite der Community: Im Gespräch waren Professorinnen, Professoren, Mitarbeitende aus Supporteinheiten, Projektmitarbeitende sowie Personen aus weiteren Bereichen der Förderung von OER. Gerade diese unterschiedlichen Perspektiven prägten den Tag und sorgten dafür, dass Fragen aus Lehre, Beratung, Projektarbeit und struktureller Entwicklung immer wieder zusammenliefen.

Durchgeführt wurde TriebfedOERn 3.0 durch das BMBFSFJ-geförderte Projekt Ombrella an der DHBW Mosbach. Die gesamte Dokumentation ist unter CC BY 4.0 lizenziert und hier abrufbar:
https://bwsyncandshare.kit.edu/s/A4Fnst5RcQeSJeK

Foto vom Barcamp TriebfedOERn 3.0
© Ombrella

Schon bei der Sessionplanung zeigte sich, wie viele unterschiedliche Themen die Teilgebenden im Bereich OER beschäftigen. Es ging um die Erstellung und Nachnutzung offener Materialien, um KI als Querschnittsthema, um Lizenzierungsfragen, um Unterstützungsstrukturen, um Prüfungsformate und um den Umgang mit offenen Wissensbeständen.
Beispielhaft dafür stand die Session „Bilder/Lizenzen/Formate“. Dort wurden Fragen rund um Lizenzmodelle, Bildquellen, Quellenangaben und geeignete Formate für OER aufgegriffen. Im Mittelpunkt standen unter anderem unterschiedliche Creative-Commons-Lizenzen, weitere Lizenzformen, der Umgang mit KI-generierten Bildern sowie Überlegungen zu Formaten und Werkzeugen wie Präsentationen, Markdown, H5P, Jupyter Notebooks oder LaTeX.

Auch die Session „OER und/oder Wikipedia“ lässt sich als Beispiel für die Bandbreite der Diskussionen nennen. Hier ging es um Wikipedia als Wissensquelle, als kollaborative Arbeitsumgebung und als möglichen Bezugspunkt für Lehre und Prüfungen. Zur Sprache kamen dabei Fragen der Zitierfähigkeit, der Nachvollziehbarkeit von Änderungen sowie des Verhältnisses von Wikipedia zu anderen Formen der Wissensaneignung, etwa zu KI-Systemen oder wissenschaftlichen Publikationen.

Ein weiteres Beispiel war „Heiter scheitern – Don’ts and Do’s in OER-Projekten“. Dort wurden Erfahrungen aus Projekten gesammelt, in denen Vorhaben an Lizenzfragen, Werkzeugentscheidungen, formalen Anforderungen oder an der praktischen Umsetzbarkeit ins Stocken geraten waren. Daran knüpften Fragen an, wie früh OER in Projekten mitgedacht werden müssen und welche Rolle Infrastrukturen, Standards und Arbeitsprozesse dabei spielen.

Daneben wurden in weiteren Sessions unter anderem das Verhältnis von Tempo, Qualität und nachhaltiger Nachnutzbarkeit von OER, OER in Verbindung mit KI, OER-Support, Infos für Jurymitglieder, OER als Prüfungsform, Content Clubs sowie ein möglicher OER-Kodex im Zusammenhang mit DFG und KI diskutiert.

So zeigte das Barcamp TriebfedOERn 3.0, wie vielfältig die aktuellen Gespräche und Arbeitsfelder rund um OER sind. Neben Materialien und Lizenzen rückten auch Arbeitsweisen, Infrastrukturen, Zuständigkeiten und didaktische Fragen in den Blick. Die bunte Zusammensetzung der Teilnehmenden machte es möglich, diese Themen aus verschiedenen Richtungen zusammenzuführen und weiterzudenken.

Dezember 2025
OEP – Mehr als offene Materialien: Die Bedeutung der aktuellen Debatte

Offenheit in der Bildung wird oft zunächst mit frei zugänglichen Lehrmaterialien, den Open Educational Resources (OER), gleichgesetzt. Doch ein genauerer Blick auf die aktuelle Debatte rund um Open Educational Practices (OEP) zeigt: Es geht um weit mehr. OEP (auch offene Praktiken genannt) steht für eine Haltung und einen Kulturwandel in Lehre und Lernen, der über das reine „Bereitstellen und Bearbeiten“ von Materialien hinausgeht. Interessant ist dabei, dass der Begriff OEP häufig von OER-Multiplikatorinnen und Multiplikatoren genutzt wird, um Veränderungsprozesse sichtbar zu machen – während viele, die OEP bereits ganz selbstverständlich leben, sich selbst gar nicht mit diesem Begriff auseinandersetzen müssen.

Von offenen Materialien zu offenen Praktiken
OER sind als freie Lehr- und Lernmaterialien bekannt, die geteilt, genutzt und weiterentwickelt werden können. Die OEP-Debatte stellt jedoch die Frage, was passiert, wenn nicht nur die Materialien, sondern auch die Lehr- und Lernprozesse selbst offen gestaltet werden. Offenheit wird dabei zu einer Grundhaltung, die Kollaboration, Partizipation und Transparenz ins Zentrum rückt Lernende sind in der Sichtweise einer OEP nicht mehr nur Konsumierende, sondern als Co-Creators aktiv an der Gestaltung von Inhalten und Prozessen mitwirkend. Dies äußert sich beispielsweise im gemeinsamen Erstellen und Teilen von Materialien, in offenen Peer-Feedback-Runden oder in partizipativen Prüfungsformaten. Für Lehrende bedeuten offene Praktiken auch, dass die eigene Lehre sichtbar wird und sich Kolleginnen und Kollegen Inspiration holen können – und dürfen!

OEP-These
© Ombrella

Warum die Debatte jetzt besonders relevant ist
Die Diskussion um OEP ist kein rein akademischer Diskurs. Offenheit in der Praxis bedeutet mehr Teilhabe, mehr Chancengleichheit und mehr Kreativität im Bildungsalltag. Gleichzeitig entstehen neue Fragen: Wo liegen die Grenzen der Offenheit? Welche institutionellen und rechtlichen Rahmenbedingungen sind nötig? Und wie kann Offenheit nachhaltig im auch im Alltag von Bildungseinrichtungen verankert werden? Hier werden im Moment viele Fragen aufgeworfen, auf die es keine eindeutige Antwort gibt. Umso wichtiger ist unsere Arbeit, mit der wir immer wieder die Debatte aufgreifen. So haben wir auf dem #oercamp fleißig mitdiskutiert und tragen Ergebnisse in unsere Community weiter.

Gerade in einer Zeit, in der digitale Bildung, kollaborative Werkzeuge und neue Lehrformate an Bedeutung gewinnen, ist es entscheidend, nicht nur auf technische Lösungen zu setzen. Es wird zunehmend wichtig, gemeinsam auszuhandeln, wie Offenheit praktisch gelebt werden kann und welche Strukturen förderlich oder hinderlich sind. Hier stehen wir im engen Austausch mit dem Projekt Co-WOERK, um gemeinsame Anreizstrukturen zu finden, die OEP unterstützen können.

Mitgestalten und weiterentwickeln
Die Debatte um OEP bleibt offen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Sie fordert dazu auf, Fragen zu stellen, Ideen einzubringen und gemeinsam an einer offenen Bildungskultur zu arbeiten. Auf diese Weise kann das volle Potenzial von Offenheit in der Bildung entfaltet werden.

Unsere Ombrella-Projekt-Meilensteine

  • Barcamp „TriebfedOERn“ am 11.12.2024 in Mannheim: Das Thema OEP rückt für uns in den Fokus.
  • Konferenz „OER im Blick“ vom 13.05-14.05.2025 in Jena: Nach einiger Recherche halten wir gemeinsam mit anderen OE_Com-Projekten einen ersten Workshop auf der Konferenz. Das Interesse am Thema verbreitet sich.
  • #oercamp vom 04.09-06.09.2025 in Hannover: Aufgrund des großen Interesses in der Community wird eine Community-Konsultation zum Thema OEP durchgeführt. Des Weiteren wird von der Agentur J&K – Jöran und Konsorten eine Videoreihe mit Statements zum Thema OEP 2025 aufgenommen.
  • To be continued 2026

Wir arbeiten nun im Projekt stetig weiter am Thema OEP zusammen mit unseren Mitstreitenden aus den anderen OE_COM-Projekten.
Mehr zum Thema OEP finden Sie auch auf unserem Conceptboard Lebendes Konzept.

Oktober 2025
OER sichtbar machen – Unsere Wanderausstellung auf Tour im Rahmen von Ombrella

Im Rahmen des Projekts Ombrella verfolgen wir das Ziel, Open Educational Resources (OER) innerhalb der DHBW sichtbarer zu machen, praxisnahe Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen und den hochschulweiten Austausch zu stärken. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, touren wir seit Herbst 2024 mit einer eigens konzipierten Wanderausstellung durch verschiedene hochschulische Veranstaltungen – ergänzt durch zielgruppengerechtes Informationsmaterial. Ziel ist es, Lehrende, Studierende und weitere Interessierte über das Thema OER zu informieren, zur Nutzung und Erstellung eigener Materialien zu motivieren und gleichzeitig Impulse aus der Praxis aufzunehmen.

Bereits vor dem offiziellen Start der Wanderausstellung waren wir mit dem Projekt Ombrella auf hochschulischen Veranstaltungen vertreten – etwa beim DHBW-Forschungstag 2024 in Karlsruhe sowie mit einem Messestand beim Tag der Lehre 2024 an der DHBW Mosbach. Letzterer bildete zugleich den Auftakt unserer Veranstaltungsreihe: Am 16. September 2024 stellten wir im Rahmen eines Workshops zentrale Grundlagen, Beispiele und Potenziale von OER vor. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt unsere Wanderausstellung noch nicht Teil des Formats war, bot die aktive Beteiligung der Teilnehmenden und das offene Feedback einen wertvollen Einstieg in den weiteren hochschulweiten Diskurs.

Wanderausstellung Ombrella
© Ombrella

Ein weiteres Highlight war die Teilnahme am EdCoN Learning Festival am 19. Februar 2025, wo wir OER nicht nur durch die Ausstellung präsentierten, sondern uns auch in interaktive Formate einbringen konnten. Das Festival-Setting bot vielfältige Gelegenheiten zur Vernetzung und zum fachlichen Austausch mit Kolleg*innen aus anderen Hochschulen.

Am 18. März 2025 waren wir mit einem Messestand auf dem NovaTeach in Lörrach vertreten. Unsere Ausstellung zog viele Interessierte an, die sich über konkrete Einsatzmöglichkeiten von OER in der Lehre informieren wollten. Der persönliche Austausch vor Ort zeigte uns erneut, wie hoch das Interesse an offenen Bildungsressourcen in der DHBW-Community ist.

Auch der Tag der Lehre an der DHBW Karlsruhe am 22. Mai 2025 bot einen geeigneten Rahmen für die Präsentation der Wanderausstellung. Der direkte Kontakt mit Lehrenden verschiedener Disziplinen ermöglichte es uns, unterschiedliche Perspektiven auf die Potenziale und Herausforderungen von OER kennenzulernen.

Am 3. Juli 2025 waren wir schließlich beim DHBW-Forschungstag vertreten. Hier lag der Fokus auf dem wissenschaftlichen und strategischen Potenzial von OER in forschungsnahen Kontexten sowie ihrer Bedeutung für nachhaltige Lehrentwicklung. Der Dialog mit anderen Projekten und Forschenden war dabei besonders gewinnbringend.

Unsere Wanderausstellung ist damit keineswegs abgeschlossen – weitere Stationen sind bereits geplant. Die bisherigen Veranstaltungen haben gezeigt, wie wichtig niedrigschwellige, anschauliche Informationsangebote sind, um das Thema OER in die Breite zu tragen. Die gesammelten Rückmeldungen fließen fortlaufend in die Weiterentwicklung unserer Materialien ein.

Neben unseren Roadshows vor Ort an den verschiedenen Standorten der Flächenhochschule DHBW führen wir auch eine digitale Version der Roadshow durch. Unser Messestand kann zwar nicht ausgeliehen, aber mit unseren Druckdaten an die eigene Hochschule angepasst werden. Bei Nachfragen immer gerne beim Projektteam melden.

Unsere bisherigen zwei Barcamps im Recap

Im Rahmen des Projektes OMBRELLA sammeln wir Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Formaten, um an unserer Flächenhochschule, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) die Verwendung und Erstellung offener Bildungsressourcen zu fördern. Eines der Formate, die wir erproben, ist das Format des Barcamps. Diese richten sich sowohl an Lehrende und in der Lehre engagierten Mitarbeitenden der DHBW und darüber hinaus.  

Das erste Barcamp „Triebfedoern“ am 11. Dezember 2024 brachte Teilnehmende aus verschiedenen DHBW-Standorten und darüber hinaus in der Jugendherberge Mannheim zusammen. Die Veranstaltung war geprägt von intensiven Diskussionen, kollegialer Beratung und dem Wunsch nach Fortsetzung.
Am 10. Juli 2025 folgte die zweite Ausgabe in der Jugendherberge Heilbronn. Die wachsende Zahl der Beteiligten und die inhaltliche Tiefe der Diskussionen zeigten einmal mehr, wie groß der Bedarf an offenen, partizipativen Austauschformaten im Bereich OER ist.
In 2026 folgt das dritte Barcamp. Der Termin wird demnächst veröffentlicht.

Themen, die bewegen: OER-Erstellung, Motivation und Strukturarbeit

Im Zentrum der Barcamps stand – wie der Name Triebfedoern andeutet – die Frage nach den Antriebskräften hinter der Nutzung, Erstellung und Verbreitung von OER und OEP. Welche Faktoren motivieren Lehrende zur Entwicklung offener Bildungsressourcen? Welche Unterstützungsangebote benötigen sie? Und wie können OER und offene Lehr-/Lernpraktiken (OEP) nachhaltig im Hochschulalltag verankert werden?
Im offenen Format einer „Unkonferenz“ gestalteten die Teilnehmenden das Programm eigenständig: Ohne vorab festgelegte Themenvorgaben konnten alle Anwesenden Fragen, Impulse oder Diskussionsvorschläge einbringen. Daraus entstand ein vielfältiges, praxisnahes Programm, das von konkreten Umsetzungsfragen bis hin zu strategischen Überlegungen zur Förderung von Offenheit reichte.

Raum für Austausch, Vernetzung und Weiterentwicklung

Barcamp Ombrella
© Ombrella

Die Barcamps zeigten eindrucksvoll, wie wertvoll informelle, kollegiale Austauschformate für die Arbeit mit OER sind. Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, eigene Erfahrungen zu teilen, neue Impulse zu erhalten und sich mit Akteurinnen und Akteuren aus anderen Standorten und Fachbereichen zu vernetzen. Besonders gewinnbringend war dabei die interdisziplinäre Zusammensetzung der Gruppe – mit Teilnehmenden aus Lehre, Hochschuldidaktik, Bibliotheken, Medienzentren und der strategischen Entwicklungsarbeit.

Dokumentation und Weiterentwicklung

Die Ergebnisse und Session-Protokolle beider Veranstaltungen wurden dokumentiert und stehen zur Verfügung:

Verschiedene Themen aus den Barcamps wurden darüber hinaus (auch in Zusammenarbeit mit anderen Projekten der OE-COM-Förderlinie) weiterentwickelt. Die Weiterentwicklung dieser Themen findet in unserem lebenden Konzeptpapier statt. Dazu mehr in einer anderen Projektlupe.

Unser aktuelles Votum zum Format Barcamp ist: Immer wieder gerne. Eigentlich wollen wir mehr davon als im Projektplan eingeplant ist. OER und OEP und Barcamp – das Format passt und bringt uns voran!