OER im Blick 2026 – Welcome to the Jungle

Herzlich willkommen zu den Seiten der Konferenzreihe „OER im Blick“. Einmal im Jahr kommen Programmbeteiligte – aus den Projekten, dem Kreis der Gutachtenden, den Gremien zur Fortentwicklung der Strategie und zusätzliche Impulsgeber – zum gemeinsamen Austausch im Rahmen einer Konferenz zusammen. Denn wir haben in unserer langjährigen Förderarbeit erlebt, dass Ideen besonders im persönlichen Austausch gedeihen und dass Projekte mit ähnlichen Zielen und Herausforderungen enorm vom „wie macht ihr das denn?“ profitieren.
Am 28. und 29. April 2026 findet unsere nächste Statuskonferenz „OER im Blick“ in Köln statt – in einem außergewöhnlichen Ambiente mit lateinamerikanischem Flair: dem smartvillage. In inspirierender Umgebung nehmen wir Sie mit auf eine gemeinsame Expedition durch das vielfältige OER-Ökosystem.
Bewegen Sie sich mit uns durch das Dickicht des OER-Dschungels, entdecken Sie die Vielfalt der verschiedenen Förderprojekte und stoßen Sie im Austausch miteinander auf Lichtungen und neue Pfade, finden Sie neue Ziele und Mitreisende.
Programm

Moderation
Katja Irle
1. Konferenztag, 28.04.2026
| Uhrzeit | |
| 14:00 | Ankunft und Registrierung |
| 14:30 | Begrüßung Bettina Schwertfeger, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend |
| 14:45 | Keynote |
| 15:30 | Kaffeepause |
| 16:00 | Sessions I Workshops, Meetups und Vorträge |
| 18:00 | OE_COMmunity Forum – Projekte, Perspektiven, Partnerschaften |
| 18:45 | Abendveranstaltung und Abendessen |
| 20:00 | Offener Ausklang des Abends bis 22:00 Uhr |
2. Konferenztag, 29.04.2026
| Uhrzeit | |
| 09:00 | Ankunft |
| 09:30 | Begrüßung Katja Irle, Moderatorin |
| 09:45 | Sessions II Workshops, Meetups und Vorträge |
| 11:45 | Kaffeepause |
| 12:00 | Beitrag in Planung |
| 12:25 | Beitrag in Planung |
| 12:50 | Wie geht es weiter? Einblick in kommende Maßnahmen zur Umsetzung der OER-Strategie durch das BMBFSFJ und den DLR-Projektträger. |
| 13:15 | Schlusswort Bettina Schwertfeger, Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend |
| 13:30 | Mittagessen anschließend Abreise |
Sessions
Sie haben in diesem Jahr die Möglichkeit, Workshops, Meetups und/oder Vorträge zu besuchen.
Workshops geben kurze inhaltliche Impulse mit praktischen Übungen, fördern Austausch und Zusammenarbeit, um in kurzer Zeit neue Erkenntnisse oder Ergebnisse zu entwickeln. Ein Workshop dauert 120 Minuten.
Meetups sind offene, informelle Treffen für eine geringe Anzahl Teilnehmenden mit gemeinsamen Interessen. Raum für Austausch, Kennenlernen und spontane Gespräche in lockerer Atmosphäre. Ein Meetup dauert 45 Minuten.
Vorträge sind kurze Präsentationen, die einen Überblick über ein Thema oder ein Projekt vermittelt. Sie bieten Einblicke, regen zum Nachdenken an und bilden die Grundlage für weiterführende Diskussionen oder Austausch. Ein Vortrag dauert 45 Minuten.
Sessions I (28.04.2026)
Sie können einen Workshop oder ein Format aus Block A und ein Format aus Block B wählen.
Block A (16:00-16:45 Uhr)
Block 2 (17:00-17:45 Uhr)
Workshops (120 Minuten)
W1: Lessons learned
Martin Christian, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V.
Prof. Dr. Konrad Faber, Virtueller Campus Rheinland-Pfalz (VCRP)
Dr. Susanne Friz, FWU Institut für Film und Bild in Unterricht und Wissenschaft gGmbH
Noreen Krause, TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek (TWILLO)
Level: Vertiefung
Zielgruppe: OE_COM-Projekte, OE_Struktur-Projekte, Publikum aus Wissenschaft, Bildungspraxis, Bildungsadministration und Zivilgesellschaft sowie Interessierte
Der Workshop beleuchtet die Rolle von OER in einer zunehmend komplexen, dynamischen und heterogenen Bildungslandschaft. Bildungssysteme werden als vielschichtige Ökosysteme betrachtet, in denen Akteure, Technologien und institutionelle Logiken aufeinandertreffen. OER können Orientierung, Offenheit, Kollaboration und nachhaltige Wissenszirkulation bieten, sind aber selbst Teil eines schwer überschaubaren Geflechts aus Erwartungen, Barrieren und Zielkonflikten.
Im interaktiven Workshop tauschen sich Teilnehmende über aktuelle OER-Fragestellungen aus. Neben Erfolgen stehen „lessons learned“, gescheiterte Projekte, strukturelle Probleme und Pain Points im Fokus. Diskutiert werden unter anderem Anreizsysteme, Qualitätssicherung, Diversität, rechtliche und technische Herausforderungen sowie Nachnutzbarkeit und Interoperabilität. Auch aktuelle Entwicklungen, etwa KI-gestützte Lehr-Lern-Settings, werden betrachtet, um neue Unsicherheiten und Gestaltungsspielräume für Offenheit zu reflektieren.
Methodisch wechseln kurze Impulse mit moderierten Reflexionsphasen. Ziel ist es, Erfahrungen zu teilen, Orientierung im „Dschungel“ der OER-Praxis zu bieten und gemeinsam realistische, kontextsensible Perspektiven für eine weiterentwickelte OER-Kultur zu entwickeln.
W2: EduFeed: Dezentrale OER-Vernetzung mit Nostr – Hands-on Workshop
Steffen Rörtgen
Level: Vertiefung
Zielgruppe: Betreiberinnen und Betreiber von OER-Plattformen, OER-Creators, OER-Communities
Auf der letzten „OER im Blick“-Konferenz zeigte sich: Die OER-Landschaft ist stark fragmentiert. Der plattformübergreifende Austausch von Bildungsmaterialien erfordert hohen technischen Aufwand, wodurch vor allem kleine Bildungsakteure auf Hürden stoßen. Kollaboration und Open Educational Practices (OEP) bleiben aufgrund fehlender technischer Grundvoraussetzungen oft theoretisch.
Als Lösung wurde der Ansatz diskutiert, Lernplattformen über das dezentrale Social-Media-Protokoll Nostr miteinander zu vernetzen. Daraus entstanden im Rahmen eines HackathOERns erste Konzepte, aus der dank der Sprint-Förderung die Kalender-App ComCal hervorging, die später zu EduFeed weiterentwickelt wurde. EduFeed ermöglicht neben dem Erstellen von Communities und dem Teilen von Terminen auch das Hochladen, Teilen und Finden von Bildungsmaterialien.
Im Workshop probieren Teilnehmende EduFeed direkt aus, gründen Communities, teilen Termine und Materialien und diskutieren anschließend Potenziale, Grenzen und notwendige Voraussetzungen für die Umsetzung von OEP in der Praxis.
W3: Schulsiegel „Medienkompetente Schule“ – Motivation, Wertschätzung und Qualitätskriterien für eine evidenzbasierte digitale Schultransformation
Dr. Yves Gensterblum, Akademie der Ruhr-Universität Bochum (POET)
Level: Grundlagen
Zielgruppe: Alle interessierten Schulakteurinnen und Schulakteure, die an der Schnittstelle von OER, digitaler Schulentwicklung und Qualitätsentwicklung arbeiten, darunter: Akteurinnen und Akteure der OER-Community, EdTech-Entusiastinnen und -Enthusiasten sowie Bildungsforschende, Schulträger und Schulaufsicht, Lehrkräfte aller Schulformen, Medienkoordinatorinnen und Medienkoordinatoren sowie schulische Digitalisierungsbeauftragte, Schulleitungen und Schulentwicklungsverantwortliche, Forschende aus Projekten zur digitalen Schulentwicklung und OER, Fortbildungsanbietende sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der Lehrerbildung, Bildungsadministration und Projektträger im Bereich digitale Bildung und alle, die Interesse haben
Die digitale Transformation, KI und OER verändern schulisches Lernen und administrative Prozesse grundlegend. Gleichzeitig fehlt vielen Schulen ein praxistaugliches, evidenzbasiertes Instrument, um Engagement sichtbar zu machen und nachhaltige Entwicklungsprozesse zu fördern.
Im Workshop stellt das Projekt POET einen Konzeptentwurf für das Schulsiegel „Medienkompetente Schule“ vor und entwickelt ihn gemeinsam mit den Teilnehmenden weiter. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie interessierte Schulakteurinnen und Schulakteure die digitalen Medien, KI-basierte Werkzeuge und offene Bildungsressourcen, darunter OER, innovativ einsetzen können. Qualitätsdimensionen sowie ein prototypischer „Siegel-Prozess“ werden in Form eines World-Café-Formats diskutiert, konkretisiert und kritisch reflektiert. Die Teilnehmenden bringen ihre Perspektiven aus Praxis, Administration, Fortbildung, Forschung und Community-Arbeit ein, schärfen mögliche Indikatoren und entwerfen Umsetzungsszenarien mit.
Der Workshop zielt darauf ab, Impulse für ein skalierbares, niedrigschwelliges und wissenschaftlich fundiertes Schulsiegel zu entwickeln, das digitale Innovationen nachhaltig stärkt und sichtbar macht – und zugleich offen genug bleibt, um in unterschiedlichen Kontexten andockfähig zu sein.
W4: OER in der (phasenübergreifenden) Lehrkräftebildung – Kollegialer, projektübergreifender Austausch zu Herausforderungen, Gelingensbedingungen und Good Practices
Björn Bulizek, Universität Duisburg-Essen, Zentrum für Lehrkräftebildung
(digiLL_COM)
Dr. Alexandra Habicher, Universität zu Köln, Zentrum für LehrerInnenbildung (digiLL_COM)
Dr. Kathrin Knautz, DLR Projektträger
Matthias Kostrzewa, Ruhr-Universität Bochum, Professional School of Education (digiLL_COM)
Level: Grundlagen
Zielgruppe: Alle Projekte, die Schnittmengen zu einer oder mehreren Phasen der Lehrkräftebildung haben sowie alle am Thema Interessierten.
Aufbauend auf den Ergebnissen der Arbeitsgruppe „OER in der Lehrkräftebildung (LKB)“ im OE_COM-Transferworkshop und dem für März 2026 geplanten Community-Arbeitstreffen lädt der Workshop alle interessierten Projekte mit Bezug zu einer oder mehreren Phasen der LKB ein. Ziele sind Austausch und Vernetzung zu Herausforderungen, Problemen, Gelingensbedingungen und Good Practices bei der Implementierung von OER.
In mehreren Arbeitsphasen können Teilnehmende Erfahrungen teilen, Ideen für Lösungen und Unterstützungsangebote entwickeln sowie Inhalte aus dem ersten Treffen weiterbearbeiten. Im Fokus stehen u. a.: Wie lässt sich die Akzeptanz für OER in allen Phasen der LKB fördern? Wie gelingen Kontaktaufnahme und Kooperationen? Welche Formate sind didaktisch besonders geeignet?
Der Workshop identifiziert projektübergreifende Inhalte und Bedarfe, um die Expertisen und Good Practices aller geförderten Projekte mit Bezug zur LKB zu vernetzen. Synergien werden geschaffen und sichtbar gemacht.
W5: Durch den Dschungel: Navigationshilfen für Praktische OER-Kommunikation zwischen professioneller Öffentlichkeitsarbeit,
Social Media, Machbarkeit und Haltung
Dr. Christine Kolbe, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) (CO-WOERK)
Heike Gruner, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) (CO-WOERK)
Level: Grundlagen
Zielgruppe: Programm- und Projektverantwortliche der Förderrichtlinie OE_COM, Interessierte an OER-Projektarbeit
Öffentlichkeitsarbeit in Bildungsprojekten ist komplex: Sie muss projektbezogen, zielgruppenorientiert und zugleich nachhaltig dokumentierend gestaltet sein. Am Beispiel des Verbundprojekts CO-WOERK gibt das Team “Co-WOERK-Öffentlichkeitsarbeit” Einblicke in Erfahrungen aus der ersten Projektphase und zeigt, warum es sich lohnt, Kommunikation bereits bei der Antragstellung strategisch mitzudenken.
Im ersten Teil werden die Teilnehmenden vom praktischen Arbeiten in eine strategische Diskussion geführt. Gemeinsam werden Bereiche, Tools und Workflows der Öffentlichkeitsarbeit erkundet sowie Plattformen, Textformen und Zielgruppen verglichen. Die Teilnehmenden begleiten eine Information auf ihrer Reise durch die verschiedenen Kanäle der CO-WOERK-Kommunikation und verfolgen Metamorphosen, Fokus, Veränderung in Bild, Tonalität und Geschichte. Dabei finden auch Fragen zu Aufwand, Verwertbarkeit und dem Einsatz generativer KI ihren Raum.
Der zweite Teil widmet sich dem Spannungsfeld von Social Media und Offenheit. Diskutiert wird, welche Rolle kommerzielle Plattformen spielen, warum Bildungsprojekte dennoch dort präsent sein müssen und wie eine reflektierte Praxis gelingen kann. Praktische Übungen und ein kompaktes Social-Media-Training ermöglichen Orientierung zwischen Trends, Memes und offenen Alternativen.
W6: Offene Bildungspraktiken in der phasenübergreifenden Lehrkräftebildung
Lea Grey, Universität Duisburg Essen (digiLL_COM)
Joana Kadir, Ruhr-Universität Bochum (digiLL_COM)
Dr. Christina Schramm-Serror, RWTH Aachen (MediaLab Lehramt)
Dr. Melanie Weitz, Universität zu Köln (digiLL_COM)
Level: Grundlagen
Zielgruppe: Akteurinnen und Akteure der Lehrkräftebildung
Der Workshop zeigt, wie offene Bildungspraktiken (OEP) Lehrkräftebildung transparent, kollaborativ und phasenübergreifend gestalten können. Die Teilnehmenden lernen anhand von Good Practices aus dem Projekt digiLL_COM und dem MediaLab Lehramt der RWTH Aachen, wie die phasenübergreifende Zusammenarbeit gestaltet werden kann. Dabei werden die Digital Making Places vorgestellt, die Erfahrungen in Bereichen making bspw. mit Lasercutting, 3D-Druck und Audio-/Videoproduktion ermöglichen und eine Zusammenarbeit zwischen Universität, Schule und Medienzentren fördern.
Gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aller Phasen der Lehrkräftebildung erarbeiten die Teilnehmenden Gelingensbedingungen, identifizieren Barrieren und entwickeln konkrete Ansätze, wie Offenheit institutionell und didaktisch nachhaltig verankert werden kann. Ziel des Workshops ist es, Teilnehmende zu vernetzen und zum gemeinsamen Handeln anzuregen. Sie gewinnen nicht nur Einblicke in erprobte Praxis, sondern entwickeln konkrete Ideen, Kooperationsansätze und Impulse, um offene Bildungspraktiken in ihren jeweiligen Phasen und Kontexten weiterzutragen. Die Ergebnisse fließen in eine Broschüre zu phasenübergreifender Lehrkräftebildung und OEP ein.
W7: Mit einer gemeinsamen Vision voranschreiten? Digitalisierungsprozesse an berufsbildenden Schulen zukunftsorientiert gestalten
Susanne Enssen, Chantal Mose & Dr. Monique Ratermann-Busse, Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (DiMaBBS)
Level: Grundlagen
Zielgruppe: Alle Interessierten
Der Workshop beleuchtet die zunehmend aktiv-gestaltende Rolle von Schulträgern als „Ermöglicher“ für Digitalisierungsprozesse an berufsbildenden Schulen (BBS). Die besondere Struktur der BBS erfordert dabei Agilität im Digitalisierungsmanagement (DiMa) und stellt Schulträger, die an der Schnittstelle zwischen Landesvorgaben und schulischen Bedarfen agieren, vor vielfältige Herausforderungen.
Auf Grundlage des Projekts „DiMaBBS“ erhalten die Teilnehmenden zunächst Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse aus fünf Bundesländern. Präsentiert werden Befunde aus einer Synopse, einer Onlinebefragung und leitfadengestützten Interviews mit Schulträgervertretungen. Die Ergebnisse zeigen unterschiedliche Entwicklungsstände und Herausforderungen, zugleich aber gemeinsame Zielperspektiven – insbesondere die Bedeutung einer gemeinsamen Vision digital geprägter Bildung im regionalen Bildungsraum.
Im anschließenden Gallery Walk diskutieren die Teilnehmenden in Kleingruppen Gelingensbedingungen, Handlungsbedarfe und Engpassfaktoren eines zukunftsfähigen Digitalisierungsmanagements. Ziel ist es, praxisnahe Impulse für strategische Planungen zu entwickeln und schulträgerübergreifende Handlungspotenziale sichtbar zu machen.
Block A (16:00-16:45 Uhr)
Block A (17:00-17:45 Uhr)
Vorträge (45 Minuten)
V1: Wenn Openness für Hürden sorgt – prinzipielle vs. pragmatische Offenheit
Jöran Muuß-Merholz, Agentur J&K – Jöran und Konsorten)
Level: Vertiefung
Zielgruppe: OER-Community im weitesten Sinne
Wir sind in Diskussionen um OER und Offenheit für die Bildung weit gekommen. Dabei geraten Grundlagen teils in den Hintergrund. Vor lauter Optimierung übersehen wir, dass „Offenheit“ zuerst „Zugang“ bedeutet. Nicht jede Entwicklung, die Offenheit prinzipiell erhöht, erleichtert tatsächlich den Zugang – oft entstehen neue Hürden.
Jöran Muuß-Merholz unterscheidet zwischen prinzipieller und pragmatischer Offenheit. Erstere berücksichtigt nachhaltige, tiefgehende Kriterien, letztere erleichtert unmittelbaren Zugang und praktische Nachnutzung. Beide können im Widerspruch stehen. So sind Vortragsfolien im technisch offenen, Open-Source-konformen Format prinzipiell richtig – faktisch nutzen sie mehr Menschen im semi-proprietären Format eines marktbeherrschenden Konzerns. Ähnlich auf sozialer Ebene: Ein Messaging-Austausch über das Matrix-Protokoll erfüllt hohe Ansprüche an prinzipielle Offenheit, stellt praktisch aber für viele eine Hürde dar. Die größte deutschsprachige OER-Austauschgruppe war lange eine Facebook-Gruppe.
Der Vortrag geht über eine Gegenüberstellung von „Fundies“ und „Realos“ hinaus und lotet handlungsorientierte Optionen im Umgang mit diesem Dilemma aus – anhand von Praxisbeispielen von TikTok-Kampagnen über Lizenzkonflikte und „unsichtbares OER“ bis zum Dialog mit dem Bundespräsidenten.
V2: Hochschulübergreifende Kooperation gestalten: Erfahrungen, Erkenntnisse und Grenzen des Aufbaus einer OER-Community für eine inklusive und chancengerechte Primarstufenlehrkräftebildung
Dr. Bernadette Bernasconi, Universität Paderborn
Level: Grundlagen
Zielgruppe: Lehrende und Dozierende der universitären Lehrkräftebildung, Bildungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Fachdidaktikerinnen und -didaktiker, sowie Vertretende aus ZfsLs, Schulen und weiteren Bildungsinstitutionen
Der Vortrag reflektiert, wie hochschulübergreifende Kooperationen im OEP-Format gewinnbringend gestaltet werden können. Grundlage sind die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Projekt PrimOER der vergangenen zwei Jahre. Im Fokus steht die Frage, wie kollaborative, offene Bildungspraktiken von Lehrenden der Bildungswissenschaften zur Förderung von Inklusion und Chancengerechtigkeit in der Lehrkräftebildung und mittelbar in der Schule beitragen können.
Leitgedanke ist eine „Kultur des Teilens“. Lehrende verschiedener Hochschulen arbeiten in thematischen Fokusgruppen an selbstgewählten Fragestellungen. Netzwerktreffen und Tagungen unterstützen den Austausch. Das PrimOER-Portal dient als zentrale Plattform für Koordination, Diskussion und Austausch von OER-Materialien. Die digitale Reihe „Lehre im Dialog“ fördert zudem den kollegialen Austausch zu diversen Themen.
Im Vortrag werden die Erfahrungen und Ergebnisse des Projekts PrimOER analysiert und die gelebten Kooperationen kritisch diskutiert. Zentral sind dabei die Fragen: Welche Schlüsse lassen sich aus PrimOER für hochschulübergreifende OEP und Zusammenarbeit insbesondere im Hinblick auf chancengerechte und inklusive Primarstufenlehrkräftebildung ziehen? Welche Faktoren tragen langfristig zu Kooperation bei und welche Unterstützungsformen sind erforderlich? Inwiefern können Hochschullehre und Lehrkräftebildung durch Kooperation unter Lehrenden verbessert werden?
V3: KI von der Spitzenforschung in die Schule – ein holistischer Ansatz
Dr. Steffen Schneider, KI macht Schule
Level: Grundlagen
Zielgruppe: Allgemeine (Fach)Öffentlichkeit
Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen prägen zunehmend viele Bereiche unserer Gesellschaft. Über die bloße Anwendung generativer KI hinaus ist es entscheidend, auch technische Grundlagen sowie ethische Fragestellungen zu thematisieren, um die Technologie und ihre Bedeutung im schulischen Kontext fundiert zu verstehen und sinnvoll einzusetzen.
Der Vortrag beleuchtet aktuelle Entwicklungen der KI-Bildung an Schulen. Er diskutiert praxisnahe Ansätze zur Integration von KI-Kompetenzen in alle Schulfächer und zeigt auf, wie zeitgemäße Bildungskonzepte und Infrastruktur sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler nachhaltig unterstützen können.
V4: Ohne Kompass durchs Gestrüpp? – Qualitätskriterien für Orientierung im OER-Dschungel
Philip Angelina, FAU Erlangen Nürnberg
Dr. Laura Mößle, Goethe Universität Frankfurt (FOERBICO)
Level: Grundlagen
Zielgruppe: offen für alle, die an der Entwicklung von OER-Qualität interessiert sind
Open Educational Resources stehen für Offenheit, Vielfalt und Gestaltungsfreiheit, zugleich aber auch für Unübersichtlichkeit. Der Vortrag präsentiert die im Projekt FOERBICO entwickelten Qualitätskriterien für OER und beleuchtet deren Entstehung, Anwendung und Weiterentwicklung. Ziel ist es, gemeinsam Wege zu erkunden, wie Orientierung im OER-Dschungel gelingen kann, ohne die Vielfalt und Offenheit von OER zu verlieren.
Nach einer kurzen Einordnung des Projekts wird der Entwicklungsprozess der Kriterien skizziert. Im Mittelpunkt stehen vier Dimensionen (didaktisch-pädagogische, rechtliche, technische und religionspädagogische Aspekte), die als Orientierungsrahmen für Reflexion und Qualitätsentwicklung dienen. Dabei wird auch auf Experteninterviews Bezug genommen, die im Zuge des Entwicklungsprozesses unterschiedliche Qualitätsverständnisse aus Wissenschaft und Praxis sichtbar machten. Wie die Kriterien in der Praxis genutzt werden, wird sodann anhand zweier Projekte der Goethe-Universität Frankfurt verdeutlicht.
Da sich die Qualitätskriterien als „wachsendes Dokument“ verstehen, wird es auch Raum für Rückmeldungen aus der Community geben. Dabei steht folgende offene Diskussionsfrage im Mittelpunkt: Wie können Qualitätskriterien nachhaltig in OER-Communities und die Bildungspraxis implementiert werden?
Meetups (45 Minuten)
M1: Mit der OER-Anreizematrix die eigene Zielgruppe verstehen und gezielt aktivieren (ausgebucht)
Silvia Retzlaff, Universität Rostock
Nancy Walter, Universität Potsdam
Level: Vertiefung
Zielgruppe: Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Community-Managerinnen und -Manager und Projektmitarbeitende im OER-Kontext
Wer OER verbreiten, offene Praktiken stärken oder Communities entwickeln will, braucht mehr als ein grobes Zielgruppenbild. Entscheidend ist: In welcher Adoptionsphase befinden sich Menschen in Bezug auf OER – und welche Anreize bringen sie tatsächlich in Bewegung?
Das Projekt Co-WOERK hat dafür eine OER-Anreizematrix entwickelt. Sie verbindet zwei Perspektiven: Adoptionsphasen (wo steht die Zielgruppe?) und Anreizkategorien (welche Motive fördern Nutzung und Verbreitung von OER?). So hilft die Matrix, passgenaue Anreizstrategien für die jeweilige Zielgruppe zu identifizieren.
Im Meetup gibt es eine kurze Einführung in das Anreizverständnis, die Adoptionsphasen und die Matrix. Anschließend bringen die Teilnehmenden eigene Maßnahmen und Erfahrungen (z. B. Formate, Kommunikationsansätze, Unterstützungsangebote) ein und verorten sie gemeinsam. So entsteht ein strukturierter Überblick darüber, was für wen in welcher Phase wirkt. Ergebnis ist eine praxistaugliche Landkarte relevanter OER-Anreize mit konkreten Impulsen für die eigene Arbeit.
M3: Community-Plattformen in der Lehrkräftebildung (ausgebucht)
Christian Müller, Universität Passau
Level: Vertiefung
Zielgruppe: Beteiligte der Lehrkräftebildung
Wie können Community-Plattformen langfristig bestehen und echte Vernetzung schaffen, statt neue Silos zu bilden? Und sind sie noch notwendig, wenn sich die Bildungsplattformen der Länder zunehmend öffnen?
Dieses Meetup greift zentrale Fragen der OE_COM-Förderlinie auf und richtet den Blick auf die Zukunft von Community-Plattformen in der Lehrkräftebildung. Zum Auftakt geben das Projekt moreBNE und der Passauer Uni-Schule Hub (PUSH) Einblicke in den Status quo und ihre Weiterentwicklungspläne.
Anschließend werden zwei Schwerpunkte diskutiert:
Bedürfnisse & Technologie
Welche Anforderungen haben neue Nutzergruppen?
Welche Chancen bietet das dezentrale Netzwerkprotokoll Nostr für unabhängige Bildungsnetzwerke?
Wirkung & Nachhaltigkeit
Fragmentierung vs. Vernetzung: Wie entstehen Brücken in der Lehrkräftebildung und wie misst man Erfolg?
Was kostet der Betrieb?
Wie gelingen Betrieb und Community-Management nach Förderende?
Bringen Sie Ihre Erfahrungen und Fragen mit!
M4: Gemeinsam durchstarten: OER-Sprints als kollaboratives Arbeitsformat (ausgebucht)
Daniel Diekmann, ORCA.nrw
Silvia Czerwinski, TIB (twillo)
Johannes Koch, Universität Osnabrück (twillo)
PD Dr. Markus Deimann
Level: Vertiefung
Zielgruppe: Personen aus Wissenschaft, Bildungspraxis, Bildungsadministration, Zivilgesellschaft und Interessierte
Wie lassen sich kollaborative Arbeitsprozesse so gestalten, dass in klar begrenzter Zeit gemeinsam offene, direkt einsetzbare Bildungsmaterialien entstehen?
OER-Sprints setzen hier an: Lehrende entwickeln in einem strukturierten, zeitlich begrenzten Prozess gemeinsam ein konkretes offenes Bildungsmaterial – von der Idee bis zum offen lizenzierten Produkt. Ziel ist es, fachliche und didaktische Expertise zu bündeln, Aufwand zu reduzieren und Materialien zu schaffen, die angepasst und wiederverwendet werden können. Ein klarer Rahmen und begleitende Unterstützung ermöglichen die Konzentration auf die inhaltliche Arbeit.
Im Rahmen des OERCamp 2025 wurde die Idee mit der Community diskutiert. Aufbauend darauf arbeiten twillo und ORCA.nrw an einem Konzept zu Ablauf, Zielgruppe und Begleitung. Im Meetup wird der aktuelle Stand vorgestellt und es wird diskutiert, welche Bedingungen OER-Sprints benötigen, um im „OER-Dschungel“ praktikabel und attraktiv zu sein.
M5: proTironeComputatri: Freie Lehr- und Lerndokumente für die Ausbildung zur Fachinformatikerin an Berufsschulen
Karsten Reincke, Gewerbliche Schulen Dillenburg
Level: Grundlagen
Zielgruppe: Lehrende, die Unterrichtsdokumente gemeinsam entwickeln und dafür etablierte Techniken des Open-Source-Software-Developments nutzen wollen
Karsten Reincke stellt in diesem Meetup sein Projekt ‘proTironeComputatri’ vor, mit dem er all seine Unterrichtsmaterialien zur Fachinformatik an den Gewerblichen Schulen Dillenburg frei zugänglich macht.
Seine Lehr- und Lerndokumente entwickelt er mit Open-Source-Techniken, um sie dann als Quelltext und als PDFs unter der CC-BY-4.0 Lizenz zum Download bereitzustellen. Inhaltlich sollen sie die curricularen Vorgaben von Rahmenlehrplan und Prüfungskatalogen verlässlich abdecken. Organisatorisch sollen alle – Lehrer und Schüler – die Materialien kostenlos von GitHub herunterladen und für eigene Zwecke verwenden können. D. h. insbesondere auch, dass Lehrer sie – ohne noch einmal nachfragen zu müssen – anpassen und weiterentwickeln dürfen. Vielleicht – so die Open-Source-Idee – werden sie dann ja selbst einmal zu Kontributoren.
Herr Reincke wird erzählen, wie er auf die OER-Bewegung gestoßen ist, zeigen, wie er die Inhalte auf GitHub organisiert und berichten, welche Erfahrungen er mit der kollaborativen Nutzung von OER-Materialien im Unterricht gemacht hat. Einblicke in die Struktur der Repositorien und die Lizenzierung runden das Meetup ab.
M6: Was läuft gut? Wo liegt das Problem? – Austausch über Bedarfe und Synergien von OER-Infrastrukturen (ausgebucht)
Prof. Dr. Konrad Faber, Dr. Susanne Friz & Constanze Reder-Knerr, FWU Institut für Film und Bild in Unterricht und Wissenschaft gGmbH
Level: Vertiefung
Zielgruppe: Infrastruktur- /Portalbetreibende und Lehrende aus allen Bildungsbereichen
Das Projekt MOERFI bietet mit dem Meetup ein Forum zum Austausch über Erfahrungen, Bedarfe und Problematiken beim Einsatz von OER in einer heterogenen Bildungslandschaft. Ziel ist es, im „Jungle“ der Heterogenität Synergien zwischen Betreibern herzustellen und zugleich die Bedarfe der Lehrenden kennenzulernen. So sollen offene Bildungsinfrastrukturen gestärkt und die Transparenz von Angeboten verbessert werden.
Zur Förderung digitaler Kompetenzen durch OER und OEP braucht es geeignete Infrastrukturen und Tools. Zwar sind zahlreiche interoperable, OER-förderliche Plattformen entstanden, doch Einblicke in Projektergebnisse, Erfahrungsaustausch und Vernetzung – besonders bildungsbereichsübergreifend – sind nicht immer möglich. Hier setzt das Meetup mit einem offenen Austausch zu aktuellen Fragestellungen und strukturellen Herausforderungen an.
Die interaktive Session kombiniert moderierten Dialog mit kurzen Impulsen des MOERFI-Teams. Themen sind u.a. Interoperabilität, medienbruchfreie Workflows, Metadatenstandards, offene Systeme und das OER-Ökosystem. Neben Erfolgen werden auch Hürden und Fails diskutiert. Ziel ist es, Orientierung im „Jungle“ der Tools zu geben und Perspektiven für ein gemeinsames OER-Ökosystem zu entwickeln.
Sessions II (29.04.2026)
Sie können am Pitch-Event oder einem Workshop oder einem Format aus Block A und einem Format aus Block B teilnehmen.
Block A (09:45-10:30 Uhr)
Block B (10:45-11:30 Uhr)
Pitch-Event (120 Minuten)
P: OE_Space Pitch-Event
Innovative Ideen, starke Visionen und echte Infrastruktur-Lösungen für offene Bildung: Beim OE_Space Pitch-Event präsentieren ausgewählte Teams ihre Ideen für die Weiterentwicklung offener Bildungsinfrastrukturen im Rahmen der Rahmenbekanntmachung OE_Space. In kompakten Pitches wird gezeigt, wie OER und offene Bildungspraktiken technisch besser vernetzt, zugänglicher und wirksamer gestaltet werden können.
Als Teil des Publikums erhalten Sie zudem die Möglichkeit, eine kurze Bewertung der Projekte abzugeben. Ihr Feedback fließt in die Auswahlsitzung ein und trägt dazu bei, welche Vorhaben gefördert werden. Gestalten Sie die Zukunft offener Bildung aktiv mit.
Workshops (120 Minuten)
W8: Quick Wins für offene Bildung: OER mit KI neu aufbereiten
Leonie Barenbrock, matrix gGmbH (MINT-Campus)
Level: Grundlagen
Zielgruppe: alle Interessierten
OER bieten großes Potenzial für zeitgemäße Bildung, werden in der Praxis jedoch häufig als abstrakt oder schwer adaptierbar wahrgenommen. Gleichzeitig eröffnen KI-Tools neue Möglichkeiten, bestehende Materialien schnell, kreativ und zielgruppenspezifisch weiterzuentwickeln. Genau hier setzt dieser Workshop an.
Durch einen kurzen Einblick in den MINT-Campus und anhand konkreter Beispiele erleben die Teilnehmenden, was mit OER bereits alles möglich ist. Im anschließenden praxisorientierten Teil arbeiten sie selbst mit ausgewählten oder mitgebrachten OER und erproben KI-gestützte Methoden, um daraus passgenaue Lernangebote zu entwickeln – von aktivierenden Einstiegen, Quizformaten zur Lernstandskontrolle bis hin zu kleineren Unterrichtseinheiten oder digitalen Lernbausteinen.
Der Workshop vermittelt niedrigschwellige Ansätze, die ohne große technische Vorkenntnisse direkt ausprobiert und in den eigenen Kontext übertragen werden können und lädt dazu ein, OER neu zu entdecken und KI als kreatives Werkzeug für die eigene Bildungsarbeit auszuprobieren.
W9: OER im Blick als Rundum-Sorglos-Unterrichtspaket zur Sofortanwendung | Anforderungen und Spezifikationen an ein OERDateiformat „Unterricht“
Matthias Bergbauer, Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB)
Level: Vertiefung
Zielgruppe: Erstellende und Distribuierende
Um Medien und Materialien besser sichtbar, auffindbar und nutzbar zu machen, wird im Workshop die Entwicklung eines Dateiformats „Unterricht“ oder „Unterrichtssequenz“ vorgestellt. Dieses Format bündelt mehrere zusammengehörende Materialien und Medien sowie Hinweise zu deren Einsatz. So können Unterrichtssequenzen als Abfolge von Texten (z. B. didaktische Hinweise, Regieanweisungen, Ablaufbeschreibungen), Dateianhängen und Links erstellt und auf einem Medienserver wie ein einzelnes Medium genutzt werden. Aufbauend auf einer Bedarfsanalyse erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam Anforderungen und Spezifikationen für dieses Format. Mit Fokus auf OER entsteht so ein praxisnahes, sofort einsetzbares „Rundum-Sorglos-Unterrichtspaket“.
W10: HackathOERn x MOERFI: Orientierung im OER-Jungle – Von OER-Herausforderungen zu tragfähigen Lösungen – Infrastruktur, Praxis und Mapping zusammendenken
Jason Mansour, Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH (GWDG) (HackathOERn)
Anna Neuenfeld, edu-sharing.net e. V. (HackathOERn)
Kathrin Rabsch, edu-sharing.net e. V. (HackathOERn)
Constanze Reder-Knerr, Virtueller Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) (MOERFI)
Level: Vertiefung
Zielgruppe: Bildung, Infrastrukturbetreibende, Lehrende (aus allen Bildungsbereichen), Lehrentwicklung und -unterstützung, Hochschulangehörige, OER-Community
Obwohl zentrale Herausforderungen rund um OER gut bekannt sind und zahlreiche Tools, Plattformen, Initiativen und Netzwerke existieren, bleiben viele Fragen in der Praxis ungelöst. Genau hier setzt der Workshop von HackathOERn und MOERFI an: In einem gemeinsamen Lösungsraum arbeiten die Teilnehmenden an realen Herausforderungen im OER-/OEP-Kontext und verbinden bewusst zwei Perspektiven:
1.Praktische Umsetzung und Prototyping: Was müsste konkret gebaut, getestet oder erprobt werden?
2. Vernetzung und Mapping: Was müsste sichtbar, besser koordiniert oder anschlussfähig gestaltet werden?
In kleinen Gruppen werden bestehende Ansätze sichtbar gemacht, Lücken identifiziert und konkrete, integrierte Lösungsansätze entwickelt. Ziel ist es, Verbindungen zwischen Problem, Infrastruktur, Community und Umsetzung neu zu denken und tragfähige Ideen zu entwickeln.
Der Workshop lebt vom Austausch, von unterschiedlichen Erfahrungen und vom gemeinsamen Weiterdenken – Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Neugier und Offenheit stehen im Mittelpunkt.
W11: The Rise of the Sleeping Lion: Wie können wir Open Education künftig als Bündnis Freie Bildung stärken?
Sarah-Isabella Behrens, Susanne Grimm, Laurin Hagemann & Christine Kolbe, Bündnis Freie Bildung
Level: Vertiefung
Zielgruppe: OER-Community, Interessierte, Bildungspolitik und Verwaltung
In Deutschland gibt es eine OER-Strategie, die Open Education durch bundesweite Förderrichtlinien und damit verbundene Projekte in die Bildungspraxis bringt. Eine engagierte und gut vernetzte Community hat wesentlich dazu beigetragen, dass offene Bildung zunehmend als zukunftsweisender Ansatz bildungspolitische Anerkennung findet. Während diese Entwicklungen weiter umgesetzt werden, stellt sich jedoch eine zentrale Frage: Wie kann Open Education nach dem Auslaufen der Förderprogramme langfristig gestärkt, strukturell verankert und in der Breite wirksam bleiben?
Der Workshop des Bündnisses Freie Bildung schafft einen gemeinsamen Denk- und Arbeitsraum für Community, Politik und Verwaltung. Im Fokus stehen Zukunftsperspektiven, Bedarfe der Community sowie strategische Schwerpunkte für die kommenden Jahre. Ziel ist es, eine tragfähige bildungspolitische Agenda zu entwickeln, konkrete Maßnahmen zu skizzieren und das Bündnis gemeinsam so auszurichten, dass Open Education auch künftig nachhaltig gestaltet und gelebt werden kann.
W12: Pädagogisches Making im Kontext von OER, OEP und BNE: Potenziale und Herausforderungen
Petra Mayrhofer, Universität Passau (moreBNE)
Michael Lachetta, Bergische Universität Wuppertal (OERLe)
Charlot Hoffmann, Universität Potsdam (OERLe)
Miriam Kuckuck, Bergische Universität Wuppertal (OERLe)
Anne-Kathrin Lindau, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (OERLe)
Level: Grundlagen
Zielgruppe: Alle Interessierten
Der Workshop führt in das Konzept des pädagogischen Makings als konstruktivistisch-handlungsorientierten und interdisziplinären Lernansatz ein und zeigt, wie dieser eng mit OER, OEP und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verbunden ist.
Anhand von Beispielen und praxisnahen Hands-On-Phasen wird Making erfahrbar gemacht und sowohl theoretisch als auch praktisch reflektiert. Dabei sind folgende Fragen leitend:
– Welchen spezifischen Mehrwert kann Making im Kontext von OER, OEP und BNE leisten?
– Wie muss Making gestaltet sein, damit es die Entstehung, Nutzung und Weiterentwicklung von OER sowie die Etablierung von OEP wirksam fördern kann?
– Welche Herausforderungen gibt es bei der Umsetzung von Making im Kontext von OER?
Vorgestellt und diskutiert wird außerdem das Konzept eines physischen, hybriden und digitalen MakerSpaces. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Einblicke in bestehende Materialien und Formate, die im Rahmen der beiden OE_COM-Projekte moreBNE und OERLe entwickelt und erprobt wurden. Die Teilnehmenden erhalten Gelegenheit, die Materialien zu testen, didaktisch zu reflektieren und für eigene Kontexte weiterzuentwickeln.
Block A (09:45-10:30 Uhr)
Block B (10:45-11:30 Uhr)
Vorträge (45 Minuten)
V5: Soziale NetzwOERke – Warum Social Media im OER-Ökosystem mehr als Reichweite schaffen kann
Dr. Christine Kolbe, Europa Universität Viadrina (Co-WOERK)
Level: Grundlagen
Zielgruppe: Projekte der OE_COM, OER-Projektentwickelnde, Verantwortliche/Entscheidungsträgerinnen und -träger im Bereich Förderung/Zuwendung, alle an Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation, Storytelling und Social Media Interessierte.
Social Media gilt in Bildungsarbeit und Hochschulprojekten oft als notwendiges Übel – zeitaufwendig, schwer messbar, mit fraglichem Impact. Nach 1,5 Jahren Social-Media-Arbeit bei Co-WOERK zeigt sich jedoch: LinkedIn, Instagram und Co. sind mehr als Ankündigungskanäle. Sie ermöglichen echte Vernetzung, dienen der Projektdokumentation, stärken Team und Community und eröffnen crossmediale Wissenschaftskommunikation mit Humor und Tiefgang.
Auf der „OER im Blick“ teilt Co-WOERK Erfahrungswissen und fragt: Wie kann Social Media realistisch und ressourcenschonend Teil eines OER-Ökosystems sein? Der Input zeigt Learnings aus der Projektpraxis: Warum sich das (Neu-)Erzählen von OER-Geschichten lohnt, warum Erfolg nicht an Followerzahlen, sondern an Kooperationen und Reposts gemessen wird – und warum nicht jeder Trend nötig ist, ein wenig Leichtigkeit aber schon.
Anhand der Co-WOERK-Kanäle wird ein strategischer, realistischer Umgang mit Plattformen skizziert – inklusive Leitlinien und Checklisten für Workflows und Mehrwert.
V6: Offene Prüfungsformate statt Abgabeschublade. Ein Input und Austausch über alternative Leistungsnachweise an Hoch- und Berufsschulen
Dr. Christin Barbarino, Europa-Universität Viadrina
Gesina Seyfert, Hochschule Neubrandenburg (Co-WOERK)
Level: Vertiefung
Zielgruppe: Lehrende an Hochschulen und Lehrkräfte an beruflichen Schulen, die Prüfungsformate weiterentwickeln und Lernen prozessorientierter, anschlussfähiger und sichtbarer gestalten möchten. Hochschuldidaktikerinnen und -didaktiker sowie Kolleginnen und Kollegen aus den (mediendidaktischen) Support-Einrichtungen.
Prüfungen an Hochschulen und in der beruflichen Bildung produzieren oft Outputs, die nach der Bewertung in der „Abgabeschublade“ verschwinden. OEP-basierte Prüfungsformate bieten einen alternativen Zugang: Studierende und Lernende erstellen offene Lern- und Lehrmaterialien wie Fallstudien, Videos, E-Portfolios, Open Textbooks oder Unterrichtsmaterialien, die über das Modul hinaus genutzt, geteilt und weiterentwickelt werden können. So entsteht ein sichtbarer Mehrwert für Lehrpraxis, Peers und Fachcommunitys.
Spätestens seit KI-Bots klassische Prüfungsformen infrage stellen, wird deutlich, dass neue Formate der Leistungserbringung und -bewertung nötig sind. Prozessorientiertes, semesterbegleitendes Prüfen bringt neue Anforderungen für Lehrende und Lernende mit sich. Freiwillige Offenheit, Qualitätssicherung und Lizenzierung müssen didaktisch mitgedacht werden. Zugleich sind datenschutzrechtliche, technische und strukturelle Anpassungen erforderlich.
Der Vortrag zeigt anhand von Beispielen aus dem Projekt Co-WOERK geeignete Formate, didaktische Gelingensbedingungen und faire Bewertungsansätze. Im Q&A diskutieren wir Prüfungskultur, Motivation, Rahmenbedingungen sowie das Konzept „Ungrading“. Teilnehmende teilen eigene Erfahrungen; die Ergebnisse werden dokumentiert und bereitgestellt.
V7: Hack your education – Jugendliche Perspektiven auf Bildung
Nils Deventer, Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. und jugendliche Teilnehmende von Jugend hackt
Level: Grundlagen
Zielgruppe: Alle Interessierten
Dieser Vortrag bietet Einblicke in das Programm Jugend hackt sowie des im Rahmen der OER-Strategie geförderten Projekts „Hack your education“.
Darüber hinaus werden die zentralen Ergebnisse der Jugendkonferenz „Beyond Education“ präsentiert. Im Fokus stehen dabei Visionen, Forderungen und konkrete Ideen junger Menschen für eine zeitgemäße, offene und partizipative Bildung sowie Projektideen und Prototypen, die im Rahmen eines Hackathons zum Thema „Bildung“ entstanden sind. Teilnehmende von Jugend hackt stellen ihre Arbeiten persönlich vor und geben authentische Einblicke in ihre Motivation, ihre Lösungsansätze und ihre Erfahrungen.
Der Vortrag macht deutlich, welches Potenzial in jugendlicher Kreativität steckt – und wie junge Perspektiven die OER-Community bereichern können.
V8: Verborgene Schätze der beruflichen Bildung – MIKA OER im Dschungel der Transformation
Dr. Sebastian Anselmann & Stefanie Weyh, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) (MIKA)
Level: Vertiefung
Zielgruppe: Alle Interessierten
Die berufliche Bildung gleicht zunehmend einer Expedition durch einen dichten Dschungel: dynamisch, vielfältig und voller Potenziale, zugleich geprägt von unübersichtlichen Pfaden, unterschiedlichen Bildungsökosystemen und strukturellen Hindernissen. Digitale Transformation, Künstliche Intelligenz und Open Educational Resources (OER) eröffnen neue Bildungsräume, stellen Akteure und Akteurinnen jedoch vor komplexe Orientierungs- und Implementierungsfragen.
Im Zentrum steht das Projekt MIKA-OER des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), das als verbindendes Flussdelta verstanden wird. Die Lernorte Betrieb, Berufsschule und überbetriebliche Bildungsstätten werden in MIKA-DO in einem gemeinsamen digitalen Raum zusammengeführt. Dort entstehen Schnittstellen zwischen Didaktik, KI-Anwendungen und OER, die Kooperation und Professionalisierung fördern.
Herausforderungen wie fehlende Standards, Qualifizierungsbedarfe und Fragen nachhaltiger Implementierung bleiben bestehen. Der Beitrag zeigt, wie digitale Plattformen, Kollaborationstools und offene Infrastrukturen genutzt werden können, um OER weiterzuentwickeln, Lernorte zu vernetzen und aktuelle OER- und OEP-Diskurse praxisnah umzusetzen.
Meetups (45 Minuten)
M7: Qualität, Offenheit und KI – Neue Herausforderungen für offene Lehrmaterialien (ausgebucht)
Alexander Klein, Universität Tübingen (ZOERR)
Level: Vertiefung
Zielgruppe: OER Autoren und Interessierte, Lehrende, Studierende, Hochschulmitarbeiter
Wie können didaktische, wissenschaftliche und lizenzrechtliche Qualitätsstandards von Lehrmaterialien gewährleistet werden, wenn bei ihrer Erstellung generative KI zum Einsatz kommt?
Mit der zunehmenden Nutzung von KI-Tools wie ChatGPT, Copilot oder Midjourney entstehen neue Möglichkeiten – aber auch neue Fragen: Wie wird die Qualität von Inhalten geprüft, wenn Texte oder Bilder teilweise KI-generiert sind? Was bedeutet das für die Offenheit und Nachvollziehbarkeit von OER? Wie kann mit Themen wie Urheberrecht, Lizenztransparenz und wissenschaftlicher Integrität umgegangen werden?
In diesem Meetup wird gemeinsam diskutiert, wie bestehende Qualitätsrahmen für Lehr- und Lernmaterialien an die Realität generativer KI angepasst werden können – und welche neuen Strategien, Werkzeuge oder Richtlinien es dafür braucht. Ziel ist ein Austausch zwischen Lehrenden, Forschenden, Entwickelnden und OER-Praktikerinnen und -praktikern über Wege, die Qualität und Offenheit von KI-gestützten Materialien nachhaltig zu sichern
M8: Barcamp Meetup – Austausch zum Barcamp Format (ausgebucht)
Frank Homp & Karoline Lorscheider, Agentur J&K (OERcamp)
Level: Grundlagen
Zielgruppe: alle Interessierten mit Bezug zu Barcamps, Personen mit eigener BarcampErfahrung (etwa als Teilnehmende oder Gestaltende), Neulinge, die das Format kennenlernen möchten
Barcamps wirken auf den ersten Blick oft wie ein Jungle: lebendig, offen und manchmal unübersichtlich. Gleichzeitig sind sie für viele ein sehr produktives Format für Austausch, Lernen und gemeinsames Arbeiten. In diesem Meetup steht der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt. Teilnehmende sind eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen mit Barcamps einzubringen – sei es als Teilnehmende, als Gestaltende oder als Interessierte, die „den Jungle“ bisher nur aus Erzählungen oder gar nicht kennen. Es wir gemeinsam darüber gesprochen, was Barcamps ausmacht, wie sich das „Wuselige“ anfühlt, wo Chancen und Herausforderungen liegen und welche Fragen sich rund um Teilnahme, Gestaltung und Organisation stellen.
M9: OER international?! (ausgebucht)
Matthias Bockhold & Eva Zimmermann, DLR Projekträger
Level: Grundlagen
Zielgruppe: OER-erfahrene Personen mit Interesse an internationalen Perspektiven
Es soll ein Blick über den nationalen Tellerrand geworfen werden: Braucht es (mehr) internationale Zusammenarbeit zum Thema OER? Welche Chancen und Möglichkeiten bieten internationale Kooperationen im Bereich OER? Wie kann in verschiedenen Bildungsbereichen (bspw. berufliche Bildung, Hochschule) oder zu spezifischen Themenschwerpunkten (nachhaltige Bildung, KI, Mobilität) von internationalen Kooperationen profitiert werden? Wo gibt es möglicherweise bereits entsprechende Netzwerke? Wie können internationale Kooperationen und OER in unterschiedlichen Bildungsbereichen (z. B. berufliche Bildung, Hochschule) und zu Themenschwerpunkten wie Nachhaltigkeit, KI oder Mobilität voneinander profitieren?
Die Beteiligten bringen Perspektiven aus dem Bereich der internationalen Zusammenarbeit in der Berufsbildung ein und möchten sich mit OER-erfahrenen Personen aus Praxis, Wissenschaft und Verwaltung zu den genannten Fragen austauschen.
M12: Data session OE_Struktur: Ein Austausch zu ersten Befunden der Förderlinie (ausgebucht)
Annekatrin Bock, Universität Vechta
Christian Scherner, Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
Alexandra Simon, TU Dresden
Level: Vertiefung
Zielgruppe: Forschende und Projektmitarbeitende der OE_Struktur-Förderlinie sowie Schulträgervertretungen und weitere Praxisakteurinnen und -akteure der kommunalen Schuladministration und schulischen Digitalisierung
In der OE_Struktur-Förderlinie entstehen vielfältige empirische Einblicke in die Rolle von Schulträgern bei der digitalen Transformation von Schule. Bisher fehlt jedoch ein gemeinsamer Raum, um Befunde projektübergreifend zu spiegeln: Welche Muster zeigen sich, was ist kontextabhängig, wo liegen blinde Flecken oder gemeinsame methodische Hürden?
Das Meetup wird von ODIkS und TOBIS ausgerichtet und als „empirische Erkundung“ konzipiert. Ein kurzer Befund-Impuls (als Arbeitsstand) eröffnet einen strukturierten Austausch über erste Ergebnisse weiterer Projekte. Die Heterogenität der Erhebungen – von Tiefenstudien einzelner Schulträger bis zu Fokus auf Schulformen oder Regionen – wird gezielt genutzt, um Trendlinien, Kontraste und „Ausreißer“ einzuordnen sowie Spannungsfelder und unterschiedliche Begriffsverständnisse (u. a. Digitalisierung, OER) sichtbar zu machen.
Zudem ermöglicht das Meetup einen methodischen Abgleich zu Interviewfragen und Auswertungskategorien. Eingeladen sind ausdrücklich auch Praktikerinnen und Praktiker, die Perspektiven einbringen und Impulse für Praxis und Forschung mitnehmen möchten.
M10: Interaktivität und Individualisierung bei OER – Wie können wir das in Repositorien abbilden (ausgebucht)
Verena Zimper, Universität Tübingen (ZOERR)
Level: Expertise
Zielgruppe: Alle Interessierten
In den letzten Monaten erreichen die Redaktion und die OER-Beratung des ZOERR immer wieder Projekte, die auf ein hohes Maß an Individualisierung und/oder Interaktivität abzielen oder dies sogar zur Bedingung haben. Beispielsweise geschieht dies in Form von speziell strukturierten Selbstlernkurseinheiten oder eigens für die Grundmaterialien erstellter Software beziehungsweise Apps, die ein zusätzliches Hosting erforderlich machen. Die Anforderungen an sie als OER-Repositorium werden dadurch stetig höher.
In diesem Meetup möchten sie sich darüber austauschen, wie andere diese Entwicklung wahrnehmen und welche Anpassungen sie als Plattform vornehmen können und müssen.
M11: Research-Practice-Partnerships mit Schulträgern initiieren: Anlässe, Zugänge und Lessons Learned (ausgebucht)
Annekatrin Bock, Stefanie Brunner, Björn Hermstein, Alexander Lang, Johannes Lünenschloß, Franco Rau & Christin Tellisch, Universität Vechta (TOBIS)
Level: Vertiefung
Zielgruppe: Schulträger, Mitarbeitende aus Medienzentren und Schulverwaltungen, Forschende, Projektverantwortliche sowie Akteurinnen und Akteure aus der OER-Community, die an kooperativen Entwicklungs- und Forschungsformaten interessiert sind.
Ausgangspunkt des Meetups ist das Verbundprojekt TOBIS, in dem Schulträger, Schulen und Hochschulen bundesweit zusammenarbeiten, um digitale Schulentwicklung transprofessionell zu begleiten. Diese verstehen wir nicht primär als Frage technischer Ausstattung, sondern als organisationsbezogene, kooperative und steuerungsrelevante Entwicklungsaufgabe.
Im Projekt arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit unterschiedlichen Schwerpunkten zusammen – von OER/OEP als Praktiken transprofessionellen Handelns über Fragen der Zusammenarbeit in Entwicklungsprozessen bis hin zu Governance- und Netzwerkfragen, etwa in Medienentwicklungsplänen oder strategischen Steuerungsprozessen. Research-Practice-Partnerships entstehen dabei aus konkreten Projekten, Bedarfsabfragen und organisationalen Herausforderungen.
Die Kooperationen mit unterschiedlichen Schulträgern werden dialogisch, etwa durch Interviews, Workshops und Netzwerkformate, angebahnt und iterativ weiterentwickelt. Im Meetup wird von Erfahrungen, hilfreichen Zugängen und aktuellen RPP-Beispielen berichtet und gemeinsam diskutiert, wie tragfähige Forschungs-Praxis-Partnerschaften gelingen können.
M13: Souverän, offen, handlungsfähig? OER als Instrument digitaler Souveränität (ausgebucht)
Johannes Koch, Universität Osnabrück (twillo)
Noreen Krause, TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften
Level: Grundlagen
Zielgruppe: Publikum aus Wissenschaft, Bildungspraxis, Bildungsadministration und Zivilgesellschaft & Interessierte
In dem Meetup geht es darum, wie OER mehr digitale Souveränität ermöglichen können. Zwischen Plattformen, Zuständigkeiten, Institutionen, Rechtsfragen, Infrastrukturen und Communities fühlt sich digitale Hochschullehre oft weniger nach einer klaren Roadmap an. In diesen komplexen Systemen ist vieles miteinander verwoben. Sie ist vielschichtig und teils unübersichtlich – wie ein Baum, der in festen Strukturen verwurzelt ist und zugleich von äußeren Veränderungen abhängt. OER werden häufig mit Offenheit, Teilhabe, Gestaltungspotenzial und Innovation verbunden – digitale Souveränität bleibt dagegen ein schwer greifbarer Anspruch. Gleichzeitig berühren OER grundlegende Fragen nach Kontrolle, Abhängigkeiten, Kompetenzen und institutioneller Verantwortung.
Ein kurzer Impuls ordnet OER als Teil von Open Science und als politisches Thema im digitalen Bildungsraum ein. Im offenen Austausch wird diskutiert, wo Hochschulen tatsächlich souverän handeln können – und wo strukturelle Grenzen bestehen. Anschließend wird erörtert, welche Voraussetzungen nötig sind, damit OER zur digitalen Souveränität beitragen. Im Fokus steht die gemeinsame Erarbeitung konkreter Ansatzpunkte, Bruchstellen, Kooperationsmöglichkeiten und Synergien.
Registrierung
Wir freuen uns, wenn Sie an unserer Konferenz teilnehmen möchten. Über den folgenden Link können Sie sich zur Konferenz anmelden. Im Anschluss werden Sie von uns zur Konferenz freigeschaltet. Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos.
Hotelkontingente
Um Ihnen die Reiseplanung zur Konferenz OER im Blick 2026 zu erleichtern, haben wir für die Nacht vom 28. auf den 29. April ein begrenztes Kontingent an Hotelzimmern für Sie kontingentiert.
Die Buchung der Zimmer erfolgt direkt bei den Hotels auf Ihren Namen sowie Ihre Rechnung. Um die Zimmer zu buchen, nennen Sie bitte per E-Mail oder telefonisch das Stichwort „OER im Blick“ bei dem gewünschten Hotel.
Impressionen OER im Blick 2025












