Während vielerorts Sommerpause ist, hat für 15 Projektteams eine intensive Arbeitsphase begonnen. Seit Anfang August entwickeln sie sechs Monate lang neue Lösungen für offene Bildungsinfrastrukturen – kreativ, anschlussfähig und praxistauglich.
Mit Rückenwind aus der Community
Der öffentliche Live-Pitch bei der Statuskonferenz „OER im Blick“ im April in Köln war ein besonderer Teil des Auswahlverfahrens. Eine Seite, eine Folie, eine Minute – und ein Publikum, das mit seinem Voting die Auswahl mitprägte. Die Favoriten des Community-Votings gehören zu den 15 geförderten Vorhaben.
Die Projekte decken alle fünf Challenges der Runde ab und setzen an ganz unterschiedlichen Stellen an: bei der besseren Auffindbarkeit von Lernspielen, bei neurodiversitätsgerechten und mehrsprachigen Lernangeboten, bei offenen Video- und VR-Infrastrukturen oder bei neuen Werkzeugen für Qualitätssicherung und Zusammenarbeit. Andere Teams verbinden OER-Repositorien mit KI-Anwendungen, öffnen Moodle für gemeinsam entwickelte Kursbausteine oder schaffen neue Publikationswege für interaktive Bildungsmedien.

3.500 Artikel, 15 Millionen Aufrufe, knapp 30.000 Studierende
Klexikon.de ist seit 2014 online, umfasst mehr als 3.500 Artikel und verzeichnet rund 15 Millionen Seitenaufrufe im Jahr. Die ZUM ist seit 1995 im Netz und erreicht mit ihren Portalen in ferienfreien Zeiten monatlich rund 700.000 Seitenaufrufe und 300.000 Besuche. OER-SportSci entwickelt offene Lernbausteine für knapp 30.000 Studierende der Sportwissenschaft an rund 60 Hochschuleinrichtungen.
Die Beispiele zeigen die Bandbreite der Runde. Die Projekte verbinden etablierte Strukturen mit neuen technischen, didaktischen, organisatorischen und rechtlichen Ansätzen – für Schule, Hochschule, berufliche Bildung und auch für bildungsbereichsübergreifende Anwendungen.
Sechs Monate für Entwicklung und Erprobung
Bis Ende Januar 2027 entwickeln die Teams Prototypen, erarbeiten offene Workflows und beziehen ihre Communities ein. Die Ergebnisse werden unter offenen Lizenzen zugänglich und für weitere Bildungskontexte nachnutzbar gemacht. Den gemeinsamen Abschluss bildet die Ergebnispräsentation am 27. Januar 2027, bei der die Teams ihre Entwicklungen vorstellen.