Partizipative Gestaltung von OER und OEP in der zweiten Phase der Lehrer*innenbildung. Am Beispiel von Bildung für nachhaltige Entwicklung

AkronymOERLe
ProjekttitelPartizipative Gestaltung von OER und OEP in der zweiten Phase der Lehrer*innenbildung – Am Beispiel von Bildung für nachhaltige Entwicklung
FörderrichtlinieOE_COM
Laufzeit01.05.2024 – 30.04.2027
Statuslaufend
AnsprechpartnerBergische Universität Wuppertal
Prof. Dr. Miriam Kuckuck
E-Mail: kuckuck[ät]uni-wuppertal.de
Websitehttps://bne-oer.de/
Förderkennzeichen01PO23009
ProjektpartnerUniversität zu Köln
Universität Potsdam
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
ZielgruppeLehrkräftebildung
ProjektschwerpunkteSchule, BNE, Lehrkräftebildung, Content, Netzwerkanalyse, Community-Vernetzung
Fördersumme1.040.653,58 €
KurzbeschreibungDas Projekt OERLe zielt darauf ab, OER und OEP in der zweiten Phase der Lehrkräftebildung anhand des Themenschwerpunktes BNE zu etablieren. Während in der ersten Phase der Lehrkräftebildung eine Verankerung von OER bereits stattgefunden hat, reagiert das Projekt damit auf die Notwendigkeit dies auch in der zweiten Phase umzusetzen. Im Fokus steht die partizipative Zusammenarbeit und Vernetzung der Ausbildungscommunities zwischen erster und zweiter Phase der Lehrkräftebildung, insbesondere von Referendarinnen und Referendaren und Fachseminarleitungen der Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Ausganspunkt bilden bereits bestehende OER aus vergangenen Projekten, die in der ersten Phase der Lehrkräftebildung eingesetzt werden und durch deren Weiterentwicklung eine Verzahnung der beiden Phasen erfolgen soll. Anhand von Netzwerkanalysen und Bedarfserhebungen werden der Status Quo und entsprechende Bedürfnisse der Zielgruppen erhoben, um Bedingungen und Gelingensfaktoren sowohl bundeslandspezifisch als auch bundesweit abzuleiten und daraus Anpassungen von OER der ersten Phase vorzunehmen. Jedes Teilvorhaben des Verbundes entwickelt sieben digitale Lerneinheiten partizipativ und kollaborativ mit den jeweils beteiligten Ausbildungscommunities und Akteurinnen und Akteuren weiter, erprobt und evaluiert diese, um sie letztlich bedarfsgerecht und qualitätsgesichert in die zweite Phase der Lehrkräftebildung zu implementieren. Neben den weiterentwickelten OER sichern Multiplikatorenschulungen sowie die Erstellung und Streuung von Leitfäden zur Implementierung von OER und Etablierung von OEP die bundesweite Multiplikation.

Projektlupen

Juni 2026
OERLe-Abschlusskonferenz – OER und BNE gemeinsam weiterdenken

Wie können Open Educational Resources (OER) und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zusammenwirken, um Bildung offen, partizipativ und zukunftsfähig zu gestalten? Welche theoretischen, didaktischen, institutionellen und praktischen Perspektiven sind hierfür besonders relevant? Und wie lassen sich Wissenschaft und Praxis produktiv miteinander in Austausch bringen?

OERLe-Abschlusskonferenz, 16. & 17.11.2026
© OERLe

Diesen Fragen widmen wir uns auf der zweitägigen Abschlusskonferenz des Verbundprojektes OERLe. Das Projekt hat in der vergangenen Projektlaufzeit daran gearbeitet, die Ausbildungscommunities der ersten und zweiten Phase der Lehrkräftebildung zu vernetzen und gemeinsam frei zugängliche, praxisnahe OER zum Konzept BNE zu entwickeln.

Im Mittelpunkt der Tagung steht nun das breitere Zusammendenken von OER und BNE als zwei Felder, die auf unterschiedliche Weise für Offenheit, Teilhabe, Kooperation, Innovation und gesellschaftliche Verantwortung stehen. Die Konferenz richtet sich ausdrücklich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ebenso wie an Praktikerinnen und Praktiker aus Schule, Hochschule, Weiterbildung, Zivilgesellschaft, Verwaltung, Bildungsorganisationen und weiteren relevanten Kontexten. Willkommen sind Beiträge, die forschungsorientierte, konzeptionelle oder praxisorientierte Perspektiven eröffnen.

Call for Participation: Diese Konferenz soll nur nicht nur für, sondern auch mit der BNE- und OER-Community gestaltet werden. Beiträge zur Tagung können gerne bis zum 28. Juni 2026 eingereicht werden. Gesucht werden Vorträge, Workshops oder Austauschformate. Alle Informationen zur Einreichung und zur Konferenz befinden sich unter: http://indico.uni-wuppertal.de/e/oerle
Interessiertenliste: Das finale Programm wird nach Abschluss des Call for Participation Mitte Juli veröffentlicht. Dann startet auch die reguläre Anmeldung. Wer bereits vorab unverbindlich Interesse an einer Teilnahme (auch ohne eigenen Beitrag oder nur für einen Tag) signalisieren möchte, kann sich in die Interessiertenliste eintragen: Eine Benachrichtigung zum offiziellen Anmeldestart erfolgt dann automatisch: https://uni-w.de/x0ksg

April 2026
Gemeinsamer Workshop bei der „OER im Blick 2026“ in Köln
OERLe bei der OER im Blick
© OERLe

Am 28. und 29. April war OERLe bei der diesjährigen „OER im Blick“ in Köln dabei. Ein zentraler Baustein unserer Teilnahme war der Workshop „Pädagogisches Making im Kontext von OER, OEP und BNE: Potenziale und Herausforderungen“, den wir in bewährter Kooperation mit unserem Partnerprojekt moreBNE angeboten haben. Im Mittelpunkt des Formats stand die Frage, wie das Konzept des pädagogischen Makings als kreativer, handlungsorientierter Lernansatz in der Bildungspraxis erfahrbar gemacht werden kann. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wurde intensiv diskutiert und erprobt, wie sich dieser Ansatz sinnvoll mit offenen Bildungsressourcen, offenen Bildungspraktiken und Bildung für nachhaltige Entwicklung verknüpfen lässt.
Wir blicken auf eine rundum gelungene Konferenz zurück, die uns wertvolle neue Impulse für die weitere Arbeit an der Schnittstelle von BNE und OER geliefert hat. Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für den bereichernden Austausch.

April 2025
Vernetzung im Zeichen von BNE, OER und OEP – OERLe unterwegs

Was verbindet BNE, OER und OEP? Für uns ist die Antwort klar: Alle drei Konzepte stehen für eine Bildungskultur, die auf Offenheit, Partizipation und Zusammenarbeit fußt. Genau deshalb ist Vernetzung kein Nebenaspekt, sondern zentrales Anliegen – auch und insbesondere über Projektgrenzen hinweg.

Im April 2025 war OERLe bei zwei Veranstaltungen unserer Partnerprojekte der Förderrichtlinie OE_COM dabei, um gemeinsam an der Zukunft offener Bildung zu arbeiten.

PrimOERNetzwerktreffen in Paderborn

© PrimOER, 2025. Alle Rechte vorbehalten

Am 3. April waren wir zu Gast beim zweiten großen PrimOER-Netzwerktreffen an der Universität Paderborn. Lehrende unterschiedlicher Hochschulen kamen hier (hybrid) zusammen, um sich zu vernetzen, Perspektiven auszutauschen und an einer offenen und inklusiven Lehrkräftebildung zu arbeiten. Besonders spannend war die Vorstellung des neuen PrimOER-Portals, das als digitale Plattform die Vernetzung in der Community noch gezielter unterstützen soll und auf dem wir mit unseren OER vertreten sein werden. Ein weiterer Programmschwerpunkt lag auf der Arbeit in verschiedenen Fokusgruppen wie z. B. Kinderschutz oder Digitalisierung & Medienbildung. Wir waren selbstverständlich in der BNE-Fokusgruppe vertreten. In dieser haben wir intensiv über unsere weiteren Arbeitsschritte diskutiert: Dazu zählen unter anderem die Erstellung einer kuratierten OER-Übersicht für den Primarbereich im PrimOER-Portal, die Ausarbeitung eines Bewertungsleitfadens für BNE-bezogene OER sowie die stärkere Vernetzung bestehender BNE-Initiativen und Communities.

moreBNE-Camp in Passau

moreBNE-Camp-Passau
© OERLe und moreBNE, 2025. Alle Rechte vorbehalten

Am 8. April fand das moreBNE-Camp an der Universität Passau statt. Unter dem Motto „Die weißen Tauben sind müde?“ hatten Lehrkräfte und Bildungspraktiker*innen einen Tag lang die Möglichkeit, gemeinsam an OER zum Thema Frieden zu arbeiten. In Barcamp-Sessions konnten Teilnehmende das Programm aktiv mitgestalten, Erfahrungen austauschen und in praxisorientierten Sessions die Entwicklung neuer Unterrichtsmaterialien anstoßen. Auch wir waren als Teilgebende beim Barcamp involviert und haben einen interaktiven Workshop zu transformativer Bildung und OER gestaltet. Im Mittelpunkt standen das Vorstellen und Ausprobieren zweier GeoBreakouts, die als interaktive Lernumgebungen im Sinne eines Escape Games konzipiert sind. Dabei hat sich gezeigt: Das gemeinsame Testen und Diskutieren von Methoden ist nicht nur motivierend, sondern auch ein wirkungsvoller und im Sinne einer OEP äußerst gewinnbringender Ansatz zur Qualitätsentwicklung von OER.

Offen vernetzt – gemeinsam weiterdenken

Die beiden Veranstaltungen haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig Vernetzung für die Entwicklung einer offenen Bildungskultur ist. BNE, OER und OEP lassen sich sinnvoll miteinander kombinieren und bilden gemeinsam ein starkes Fundament für eine zukunftsfähige Lehrkräftebildung.

Vielen Dank an unsere Partnerprojekte PrimOER und moreBNE für die Gastfreundschaft und den offenen Austausch! Für unsere weitere Arbeit nehmen wir viele Anregungen mit – etwa zur Qualitätssicherung von OER oder zur stärkeren Vernetzung im BNE-Kontext – und freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Schritte.

Oktober 2024
Session beim Symposium des Hochschulverbands für Geographiedidaktik (HGD) in Karlsruhe
OERle bei HDG-Symposium
© OERLe

Vom 30. September bis zum 2. Oktober 2024 waren wir mit Vertreterinnen und Vertretern aller Projektstandorte beim HGD-Symposium 2024 des Hochschulverbands für Geographiedidaktik (HGD) an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe vertreten. Hier standen für uns die Vernetzung mit an OER und BNE interessierten Menschen sowie die von uns gestaltete Session „Lehrkräfteprofessionalisierung im Bereich von OER und BNE“ im Fokus. Neben einem Vortrag zu einem unserer Vorgängerprojekte, aus dem bereits viele BNE-bezogenen OER hervorgegangen sind, waren in der Session mit moreBNE und OERLe zwei Projekte der Förderlinie OE_COM vertreten:

  1. Vortrag: Bildung für Nachhaltigkeit durch Open Educational Resources vermitteln (BNE-OER)
  2. Vortrag: Making Open Resources in Teacher Education, Schwerpunkt BNE (moreBNE)
  3. Vortrag: Partizipative Gestaltung von OER und OEP in der zweiten Phase der Lehrerinnen- und Lehrerbildung – Am Beispiel von Bildung für nachhaltige Entwicklung (OERLe)

Alle Projekte setzen sich zentral mit der Frage auseinander, wie Strukturen geschaffen werden können, die Hinderungsgründe von Lehrkräften an der Arbeit mit OER abbauen, und wie Lehrkräfte entsprechend professionalisiert werden können. Die drei vorgestellten Projekte wählen dazu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als übergeordnetes Bildungsziel.