| Akronym | OERcamps |
| Projekttitel | OERcamps: Vernetzung von OER-Akteuren und Stärkung des Innovationsraums digitale Bildung |
| Laufzeit | 01.05.2024 – 31.03.2028 |
| Status | laufend |
| Ansprechpartner | J & K – Jöran und Konsorten GmbH & Co. KG |
| Webseite | https://oercamp.de/ |
| Förderkennzeichen | 01PO24001 |
| Zielgruppe | OER-Community, Bildungsbereichsübergreifend, OER-Enthusiastinnen und -Enthusiasten, OER-Praktikerinnen und -Praktiker, neue OER – und OEP-Akteure |
| Projektschwerpunkte | OEP, OER, Barcamps, Professionalisierung, Weiterbildung, Vernetzung |
| Fördersumme | 2.838.883,12€ |
| Kurzbeschreibung | Die OERcamps sind die zentralen Veranstaltungen für die Vernetzung der OER-Community sowie OER-Aktivitäten. Neben der Schärfung und Verbreitung von Know-How und Erfahrungen zu OER und Offenen Bildungspraktiken (OEP) sollen mit den Formaten des OERcamps bereits etablierte Aktivitäten und Akteure sichtbar gemacht werden, um diese mit neuen Akteuren zu vernetzen, über gemeinsame Aktivitäten den Austausch untereinander zu befeuern und zum Teilen ihrer OER zu befähigen. Bei den unterschiedlichen Formaten des OERcamps treffen sich Lehrende und Lernende zum Thema freie und offene Lehr-Lern-Materialien. Dabei geht es um alle Bildungsbereiche und alle Materialien, von Arbeitsblättern über Lehrvideos und -bücher bis zu ganzen Online-Kursen und Software, die unter freier Lizenz geteilt werden. |
Projektlupen
Januar 2026
Open Educational Practices (OEP) – Ausleuchtung eines Leitbegriffs beim OERcamp 2025

Beim OERcamp 2025 in Hannover lud das Team des OERcamps in Zusammenarbeit mit Sandra Schön die Community zu einer methodisch innovativen „OEP-Expediation“ ein. Rund 100 Teilnehmende erkundeten dabei unterschiedliche Perspektiven auf Open Educational Practices (OEP) und hielten ihre Eindrücke an kreativ gestalteten Stationen fest. In kleinen Reisegruppen bewegten sie sich unter anderem zum „Leuchtturm“ für OEP-Haltungen, zum „Handwerkszentrum“ für methodische Fragen oder zur „Brücke“ für Inklusion. Ergänzende Orte wie das KI-Labor, das Fundbüro oder das Café boten Raum für kontroverse, offene oder bisher wenig diskutierte Sichtweisen. An allen Stationen wurden Erfahrungen, Einschätzungen und Wünsche auf Postkarten, Stickern und Kommentaren gesammelt und später im Plenum zusammengeführt.
Der partizipative Aufbau der Konsultation förderte nicht nur die Vernetzung innerhalb der Community, sondern ermöglichte es auch, Impulse aus Praxis, Wissenschaft und Politik multiperspektivisch miteinander zu verbinden. Besonders sichtbar wurde die Vielfalt der Perspektiven auf OEP: Während einige die Praxis vor allem über offene Lern- und Lehrformate definieren, betonen andere die Rolle offener Materialien oder verstehen OEP als umfassende Haltung von Offenheit in Bildungsprozessen. Zugleich wurden Chancen, Herausforderungen und systemische Grenzen offen angesprochen – ein Zeichen für die dialogorientierte Kultur des OERcamps.
Offenheit als Prozess: Kommentierung und Experten und Expertinnen-Impulse
Nach dem OERcamp wurde die Dokumentation der Ergebnisse für eine öffentliche Kommentierung freigegeben, sodass die Community weitere Hinweise und Perspektiven einbringen konnte. Parallel dazu flossen auch die zuvor eingeholten Videostatements von 20 Experten und Expertinnen ein, die unterschiedliche Sichtweisen auf OEP – von Haltungen über methodische Zugänge bis hin zu offenen Fragen – beitrugen.
Bericht zu Open Educational Practices veröffentlicht
Das daraus entstandene Ergebnis der Community-Konsultation zu Open Educational Practices steht nun vollständig zur Verfügung und bietet einen kompakten Überblick über die vielfältigen Perspektiven der Community sowie zentrale Empfehlungen zur Weiterentwicklung von Open Educational Practices.