Ideenwettbewerb zur Stärkung der offenen Bildungsinfrastrukturen
Stand: 28. Januar 2026 – Änderungen vorbehalten
Call for OE_Space (Runde 1 von 3) offen.
Wir suchen mutige Ideen, die offene Bildungsinfrastrukturen weiterdenken – technisch, didaktisch und kollaborativ.
Grundlage ist die Rahmenbekanntmachung „Stärkung der offenen Bildungsinfrastrukturen (OE_Space)“ vom 17. Dezember 2025. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Pilotphase eröffnet dieser Call die erste Runde: Gesucht werden Projekte, die 2026 starten.
| Förderregion | National |
| Status | Pilotphase: abgeschlossen Runde 1: offen Runde 2: geplant 2027 Runde 3: geplant 2028 |
| Einreichungsfrist | Pilotphase: 15.06.2025 Runde 1: 01.03.2026 |
| Laufzeit | Pilotphase: 01.09.2025 – 30.11.2025 Runde 1: 01.08.2026 – 31.01.2027 |
| Fördermittelgeber | BMBFSFJ |
Das Wichtigste auf einen Blick
Rahmenbekanntmachung: Stärkung der offenen Bildungsinfrastrukturen (OE_Space) – alle Details zu Zielen, Voraussetzungen und Auswahlkriterien, die es zu beachten gilt
Zur Rahmenbekanntmachung OE_Space im Bundesanzeiger
Maximale Fördersumme: 50.000 € – Abweichend von der Obergrenze der Rahmenbekanntmachung, abgestimmt auf die inhaltlichen Schwerpunkte dieses Calls (s. FAQs).
Maximale Anzahl: bis zu 15 Ideen werden von einer Jury für die Förderung ausgewählt
Projektlaufzeit: 6 Monate
Timeline
Online-Infoveranstaltung: 06.02.2026, 10–11 Uhr
Zur Präsentation der Infoveranstaltung vom 06.02.2026
Bewerbungszeitraum: 28.01.2026 – 01.03.2026
Zur Einreichung der Ideen
Auswahlphase: 01.03.2026 – 05.05.2026
Pitch-Event: 29.04.2026 in Köln, im Rahmen der Statuskonferenz OERimBlick
Auswahlergebnis: 05.05.2026
Förderphase: 01.08.2026 – 31.01.2027
Ergebnispräsentation: 27.01.2027
Zielgruppe
Der Ideenwettbewerb richtet sich an kreative Akteurinnen und Akteure mit Expertise im Bildungsbereich oder vergleichbaren Kenntnissen, die einen Beitrag zur Weiterentwicklung offener Bildungsinfrastrukturen leisten. Dazu zählen z. B. Start-ups, Bildungseinrichtungen, Vereine, Kommunen sowie weitere Akteure und Akteurinnen aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung. Dies kann fachliche, didaktische, technische oder rechtliche Expertise umfassen oder vergleichbare Kenntnisse, die neue Perspektiven eröffnen und einen Beitrag zur Stärkung offener Bildungsinfrastrukturen leisten.
Challenges
Gefördert werden kreative Lösungsansätze, die eine der folgenden Challenges adressieren und dadurch einen Beitrag zur Stärkung offener Bildungsinfrastrukturen leisten:
#Didaktik & Usability
Weg von der Ablagelogik hin zu Abläufen der Bildungspraxis!
• Wie können offenen Bildungsinfrastrukturen und digitale Tools sinnvoll in den Lehr- und Lernprozess integriert werden, um den Bildungsalltag bestmöglich zu unterstützen?
• Wie kann die Usability offener Bildungsinfrastrukturen gestaltet bzw. verbessert werden, damit sie den Abläufen der Bildungspraxis gerecht wird und diese intuitiv nutzbar sind?
#Integration & Automatisierung
Weg von Insellösungen hin zu einem vernetzten Ökosystem für offene Bildungspraxis!
• Wie können die Abläufe der Bildungspraxis durch Automatisierung der Prozesse erleichtert werden (bspw. durch den Einsatz von KI oder die automatisierte Generierung von Metadaten)?
• Wie können automatisierte Prozesse und verbundene Systeme den Bildungsalltag erleichtern? Wie können Lösungen zur reibungslosen Integration unterschiedlicher Systeme aussehen?
#Aktualität & Qualität
Weg von Dubletten hin zu aktuellen, zuverlässigen Lernmaterialien!
• Wie bleibt Lernmaterial stets aktuell und datenschutzkonform?
• Welche Mechanismen zur Sicherung der Qualität und Relevanz von OER/OEP bieten sich an (bspw. durch das Training von KI-Modellen)?
#Tradition & Innovation
Weg vom statischen Content hin zu kreativen Bildungsabläufen!
• Was hat sich bewährt und sollte in andere Bereiche übertragen werden – und wo ist Veränderung nötig – um bestehende Bildungsinfrastrukturen OEP- und OER-förderlich zu gestalten?
• Welche innovativen Technologien oder Ansätze können diese Traditionen sinnvoll ergänzen? Wie können künstliche Intelligenz und moderne Technologien traditionelle Stärken erhalten und gleichzeitig die Bildungsinfrastrukturen neu definieren?
#Change Management & Kollaboration
Weg von geschlossenen Bildungsinfrastrukturen hin zu einer Kultur des Teilens!
• Wie können innovative Bildungsinfrastrukturen die Kultur des Teilens und OEP unterstützen?
• Wie kann eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen kreativen Lehrkräften, innovativen IT-Experten Expertinnen und -Expertinnen, Akteuren der Mediendistribution und digital vernetzten Lernenden aussehen, um passgenaue, kreative Lösungen für offene Bildungsinfrastrukturen zu entwickeln?
Preisgeld
Das Preisgeld dient der konzeptionellen Weiterentwicklung der Projekte und wird in zwei Tranchen ausgezahlt:
(1) Erste Tranche: Die erste Auszahlung von max. 25.000 Euro (50 % der Fördersumme) erfolgt nach drei Monaten bzw. zur Hälfte der Projektlaufzeit. Voraussetzung dafür ist die Einreichung einer Zahlungsanforderung zusammen mit einer Bestätigung, dass das Vorhaben zum aktuellen Zeitpunkt wie geplant und bewilligt umgesetzt wird.
(2) Zweite Tranche: Die Auszahlung der zweiten Tranche von max. 25.000 Euro (50 % der Fördersumme) erfolgt nach der Erstellung, Abgabe und Prüfung des Verwendungsnachweises. Die Prüfungsfrist hierfür wird auf zwei Wochen verkürzt.
Die Zuwendung erfolgt in Form eines festen Betrages. Grundlage dafür ist eine Tagespauschale in Höhe von 850 € für jeden vollen Arbeitstag (8 Stunden). Die Anzahl der kalkulierten Arbeitstage sollte in einem angemessenen Verhältnis zur Umsetzung der Idee stehen. Über die Pauschale hinausgehende Ausgaben sind nicht zuwendungsfähig.
Zur Veranschaulichung zwei Beispiele:
Beispiel 1: Für die Umsetzung der Projektidee werden 45 volle Arbeitstage à 8 Stunden benötigt.
• 45 Tage × 850 € = 38.250 €
• Diese Summe wird bei Erfüllung der Voraussetzungen in 2 Tranchen ausgezahlt.
Beispiel 2: Für die Umsetzung der Projektidee werden 67 volle Arbeitstage à 8 Stunden benötigt.
• 67 Tage × 850 € = 56.950 €
• Da die maximale Fördersumme bei 50.000 € liegt, werden 50.000 € bei Erfüllung der Voraussetzungen in 2 Tranchen ausgezahlt.
Formalia
• Teilnahme am Pitch-Event: Es werden bis zu 30 Ideen ausgewählt, die in einem Pitch-Event im Rahmen der Programmkonferenz OER im Blick in Köln am 29.04.2026 präsentiert werden können. Die Reisekosten werden für eine Person nach dem Bundesreisekostengesetz erstattet. Projekte, die nicht am Pitch-Event teilnehmen, werden im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt.
• Einzelvorhaben: Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Einzelvorhaben, die von einer Person, einem Zusammenschluss von Personen (z. B. als GbR) oder einer Organisation eingereicht werden. Verbundvorhaben mehrerer Organisationen sind ausgeschlossen.
• Expertise: Die einreichenden Personen oder Organisationen müssen nachweislich über relevante Kenntnisse im Bildungsbereich oder vergleichbare Expertise verfügen.
• Mindestalter: Teilnehmende müssen mindestens 18 Jahre alt sein.
• Keine Auftragsvergaben: Die Fördermittel dürfen nicht für externe Auftragsvergaben verwendet werden. Die Mittel dienen ausschließlich der Umsetzung der eingereichten Idee durch die einreichende Person bzw. Personen.
• Offene Lizenz: Die Ergebnisse müssen unter einer offenen Lizenz auf etablierten Plattformen und Umgebungen veröffentlicht, frei zugänglich und nachnutzbar sein, damit sie durch die Community weiterentwickeln werden können.
• Skizzeneinreichung: Die Skizzen sind über das System PT-Outline einzureichen.
Zur Skizzeneinreichung über PT-Outline
Projektbeispiele
In der Pilotphase wurden bereits sieben ausgewählte Projekte erfolgreich umgesetzt.
Zur Übersicht der Pilotprojekte
Kontakt
E-Mail: oer@dlr.de (mit dem Kennwort OE_Space im Betreff)
Fachliche Ansprechpersonen:
Nadja Dietze: +49 228 3821 1006
Dr. Kathrin Knautz: +49 228 3821 1694
Administrative Ansprechperson:
Michaela Stauder: +49 228 3821 1759
